Benq bringt erstes "WAPI-Notebook"

Kaum Auswirkungen von Intels China-Boykott

Intels Entscheidung, seine Centro-basierten Produkte nicht nach China zu verkaufen, wird auf den Verkauf entsprechender Notebooks kaum Auswirkungen haben. Die taiwanesischen Auftragsfertiger, aus deren Fabrikshallen rund die Hälfte aller weltweit verkauften Notebooks stammt, halten einerseits den chinesischen Notebookmarkt für kaum nennenswert.

Andererseits wollen Produzenten wie Benq die Laptops mit Modulen und WLAN-Karten bestücken, die dem WAPI-Standard entsprechen, berichtet der asiatische IT-Dienst Digitimes.

Hintergrund der Maßnahme ist eine neue Bestimmung, wonach alle in China verkauften WLAN-Produkte einen bestimmten – chinesischen – Verschlüsselungsstandard namens Wired Authentication and Privacy Infrastructure (WAPI) aufweisen müssen. China begründete die Maßnahme, gegen die westliche Politiker und Unternehmen Sturm laufen, mit Sicherheitsmaßnahmen. Kritiker werten die Regelung, die ab 1. Juli gelten soll, als Behinderung des freien Wettbewerbs.

Wegen dieser Bestimmung hatte der Chipriese Intel damit gedroht, seine Centrino-Produkte künftig vom chinesischen Markt fern zu halten. Der Chipriese erklärte, dass die eigenen Qualitäts-Standards nicht mit den Auflagen der Chinesen in Einklang gebracht werden können. Taiwanesische Produzenten sehen das weniger tragisch. Einerseits sei der chinesische Markt mit rund einer Millionen im Vorjahr verkauften Notebooks relativ klein. Andererseits könne man die chinesischen Bestimmungen ohne weiteres erfüllen. So will Benq noch im Laufe des März mit dem ersten WAPI-basierten Notebook auf den Markt kommen.

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