Fernseher, VCRs, DVRs und DVD-Player – wer braucht all diese Geräte noch? Mit der geeigneten Soft- und Hardware kann man TV-Sendungen und DVDs auf dem PC wiedergeben und sogar aufnehmen. Beispielsweise ergänzt Win DVD Recorder die Funktionen der DVD-Software Win DVD von Intervideo um Live-TV-Wiedergabe und Funktionen zur Video-Aufzeichnung. Recorder kommt auch mit der DVD-Wiedergabe ganz gut zurecht, allerdings sorgt die veraltete Benutzeroberfläche gelegentlich für Verwirrung beim Fernsehbetrieb.

Fans von Intervideo Win DVD, die nur ab und zu auch am PC fernsehen oder live aufzeichnen möchten, können gern zu Win DVD Recorder greifen. Wer dagegen auf der Suche nach Funktionalitäten im Stile von Tivo ist, dürfte mit Beyond TV 3.0 von Snapstream oder einem Hard- und Software-Paket wie TV Wonder von ATI besser bedient sein.

Setup und Installation

Win DVD Recorder von Intervideo ließ sich problemlos und schnell auf dem Testsystem installieren, einem Dell Dimension 8200 mit einem 2,53 GHz starken Pentium-4-Prozessor und 1024 MByte Arbeitsspeicher. Zum Ausprobieren der Software kann man die 26 MByte große Demoversion von der Website von Intervideo herunterladen, die sich durch Kauf eines Zugangscodes auf die Vollversion erweitern lässt.

Man sollte bedenken, dass die Leistung von Win DVD Recorder vor allem von der verwendeten TV-Tuner-Hardware abhängt, die man separat kaufen muss. Im Testsystem fand Win DVD automatisch die beiden installierten USB-TV-Tuner: ein neues ADS Instant TV-Gerät und ein älteres ATI TV Wonder-Modell. Bei Nutzung der Software mit der Instant TV-Karte fand diese zwar die verschiedenen Audio-Kanäle, doch gab sie den Ton nicht wieder. Man sollte daher zuerst seine vorhandene Hardware zusammen mit der Demoversion ausprobieren. Intervideo bietet außerdem auf seiner Website eine Übersicht über einige unterstützte TV-Tuner-Modelle sowie eine lange Liste unterstützter CD/DVD-Brenner.

Die Funktionen von Win DVD Recorder basieren auf der vertrauten Player-Schnittstelle von Win DVD, allerdings sind als Optionen für Eingabegeräte nun auch TV-Geräte enthalten. Natürlich kann man mit der Software nach wie vor DVDs und Media-Dateien von der Festplatte abspielen, genau wie in den früheren Versionen von Win DVD. Die frei platzierbare Bedienoberfläche des Players umfasst nun auch eine Schaltfläche zur Aufnahme, wobei die Chapter Skip-Tasten gleichzeitig zum Wechseln zwischen den Kanälen dienen.

Die Oberfläche des Players umfasst außerdem Pop-Out-Menüs mit Einstellungen, in denen sekundäre Anpassungen wie Audiokanäle und Untertitel vorgenommen werden können. Hier finden sich auch einige der praktischen Optionen zur Personalisierung des Anzeigeformats von Win DVD: Beispielsweise regulieren eine Reihe von Farbvorlagen die Anzeige heller Sportaufnahmen oder dunkler Filmszenen.

Genau wie in Win DVD öffnet sich beim Klicken mit der rechten Maustaste eine lange Auswahl von Optionen zur Anpassung der Wiedergabe. So kann zum Beispiel ein Video im Hintergrund des Desktops wiedergegeben werden – ideal, wenn man eine Sendung verfolgt, während man an anderen Projekten arbeitet. Die Software führt eine automatische Kanalsuche durch, wobei man im Dialogfeld zur Einstellung der TV-Kanäle auch Favoriten für das Zappen durch die Programmauswahl festlegen kann. Dabei handelt es sich allerdings um ein modales Dialogfeld, so dass man beim Bearbeiten der Kanalauswahl nicht zwischen den Programmen wechseln kann.

Da Win DVD Recorder einfach die ursprüngliche Win DVD-Oberfläche um TV-Funktionen erweitert, sind diese nicht vollständig für die TV-Wiedergabe optimiert. So bieten die Tastatur-Shortcuts beispielsweise keinen konsistenten Zugriff per Tastendruck auf die Kanäle und man kann die Video-Anzeige nicht auf eine kleine Ecke des Bildschirms verkleinern oder nicht benötigte Optionen entfernen.

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