Amilo heißen bei Fujitsu Siemens die Notebooks für Privatkunden, im Gegensatz zu den Lifebooks für Unternehmenseinsatz. Amilo Pro aber heißt der Kompromiss aus beidem – Notebooks für den professionellen Einsatz, aber außerhalb großer Unternehmen. Handwerker und andere Freiberufler, Studenten und Dozenten, Ich-AGs und Heim-Office-Anwender sind die Zielgruppe.

Das V2000 basiert auf vollwertiger Notebook-Technologie rund um den Pentium M (1,5 GHz) und den Intel-Chipsatz Montara (855GM) mit integrierter Grafik. Bei der Ausstattung kann man Kompromisse bemerken, schließlich muss für das Marktsegment ein bestimmter Preispunkt getroffen werden: Das getestete Modell kostet 1249 Euro, Varianten für 1129 Euro (mit kleinerem Speicher und ohne DVD-Brenner) und 999 Euro (zusätzlich nur mit Celeron-M 1,3 GHz) sind erhältlich. Allerdings dürfte der kleinere Speicher auch die Akkulaufzeit negativ beeinflussen, weil öfter auf die Festplatte zugegriffen werden muss, und da das optische Laufwerk nicht gewechselt werden kann, sollte man mittlerweile definitiv auf DVD+R(W) setzen – die interessanteste Konfiguration ist sicher die getestete.

Ausstattung

Der Banias-Prozessor von Intel ist seit ein paar Monaten von der Architektur her überholt – zumindest theoretisch. Praktisch ist es sinnvoll, bei einem preisbewussten Notebook wie dem Amilo Pro auf den mit 130 nm gefertigten Chip zu setzen, der ’nur‘ 1024 KByte Level2-Cache mitbringt, aber die geringere Performance im Vergleich zum Dothan mit längerer Akku-Laufzeit wettmacht. 512 MByte Speicher dazu sind aktuell sicher sinnvoll und garantieren ein problemloses Arbeiten mit Windows XP, auch wenn die integrierte Intel-Grafik bis zu 64 MByte Speicher für ihre Bedürfnisse belegt.

Von Intel kommt erwartungsgemäß auch der dritte Bestandteil der Centrino-Plattform, das Wireless-LAN-Modul, das die Standards 802.11b/g beherrscht. Als optisches Laufwerk hat Fujitsu Siemens einen DVD+R(W)-Brenner dazugepackt. Dieser Standard hat sich durchgesetzt – obwohl ein Multiformat-Brenner im Zweifel vorzuziehen wäre, kann man mit diesem Kompromiss sicher leben.

Etwas bescheiden ist der Kompromiss bei der Wahl der Festplatte ausgefallen – die Seagate-Platte bietet nur 40 GByte Platz. Das kann vielleicht etwas wenig sein, wenn man etwa mit Video-Dateien arbeitet, wie es der DVD-Brenner ja nahelegt – andererseits reichen 40 GByte typischen Office-Anwendern auf Jahre hinaus. Die Geschwindigkeit beträgt nur die Notebook-typischen 4200 Umdrehungen pro Minute. Auch der Bildschirm ist übrigens nicht unbedingt für Multimedia geeignet: Es handelt sich um ein 15-Zoll-Standardmodell mit einer maximalen Auflösung von 1024 mal 756, das im Test tadellose Bildqualität bietet, aber nicht so spektakulär wirkt wie ein Widescreen oder ein hochauflösenderer 15-Zoll-Schirm.

Das Amilo Pro V2000 bietet auch bei den Anschlüssen gesundes Mittelmaß: drei USBs, ein Firewire-Miniport, Modem und LAN, Parallelport und VGA-Anschluss sowie S-Video-Ausgang fürs TV-Gerät. Dazu kommen ein Ein- und ein Ausgang für Sound – leider alle an der Rückseite angebracht. Seitlich findet man nur die Öse für ein Kensington-Schloss (rechts) sowie Infrarot-Port (links). Linker Hand sitzen auch die zwei vorhandenen Erweiterungsschächte, einmal für eine PC-Card vom Typ II und zum anderen für eine SD-, MMC- oder Memorystick-Flash-Speicherkarte.

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