Microsoft präsentiert Media Player 10 und Portable Media Center

Beide Produkte richten sich vorerst nur an den US-Markt

Microsoft hat für heute die Final des Windows Media Player 10 angekündigt. Die Software soll ab 15 Uhr deutscher Zeit zum Download zur Verfügung stehen. Derzeit ist der neue Player allerdings nur in englischer und französischer Sprache erhältlich, das genaue Veröffentlichungsdatum der deutschen Version ist nicht bekannt.

Neben dem Media Player hat Microsoft in Kooperation mit Creative das erste „Portable Media Center“ vorgestellt, das mit seiner eingebauten Festplatte und einem 3,75-Zoll-TFT neben Musik auch Videos abspielen kann. Das Gerät soll in den USA ab sofort für 499 Dollar verfügbar sein, entsprechende Angebote von Samsung und Iriver sollen in den nächsten Monaten kommen.

Der Media Player 10 bietet ein überarbeitetes Interface, bei dem die Navigation jetzt an den oberen Rand gerückt ist. Die Music Library erfasst bei der neuen Version neben Musik und Videos auch digitale Bilder sowie mit der „Windows XP Media Center Edition“ aufgezeichnete TV-Sendungen.

Ohnehin hängen viele der Änderungen mit den Portable Media Centers zusammen. So soll eine automatisierte Synchronisation nach dem Vorbild von Apples Itunes dafür sorgen, dass auf den Geräten immer eine entsprechende Auswahl an Musik, digitalen Bildern und Videos zur Verfügung steht. Die Kriterien, welche Dateien übertragen werden sollen, können frei definiert werden. Da jeder Speicherplatz endlich ist, kann beispielsweise festgelegt werden, dass nur die am häufigsten gehörten Songs auf einen mobilen Player übertragen werden. Die neuen Funktionen zur Synchronisation von Content können jedoch nur in vollem Umfang genutzt werden, wenn der mobile Player das „Media Transfer Protocol“ unterstützt. Bei den Portable Media Centers ist dies beispielsweise der Fall.

Wichtige Änderungen gibt es auch im Verborgenen. So enthält der neue Media Player die neue DRM-Technologie „Janus“, die Abonnement-basiertem Content den Weg auf den Markt eben soll. Mit Janus kann ein Anbieter wie Napster beispielsweise seinen kompletten Musikkatalog gegen eine monatliche Zahlung vermieten. Im Vergleich zu bisher ist es jedoch möglich, diesen Content auch auf mobilen Playern zu konsumieren. Diese müssen jedoch Janus-kompatibel sein. Ein „sicherer Zeitgeber“ sorgt dann dafür, dass sich die Inhalte nur für die Dauer des Abos abspielen lassen.

In der neuen Music Mall des Media Player 10 finden Unternehmen ein Zuhause, die ihre Musik- und Videodienste auf der Basis von Windows Media aufgebaut haben. Dazu gehören Napster, Musicmatch, Musicnow, Cinemanow und Wal-Mart. Auch die Preview des MSN Music Store ist enthalten. Hat man sich für einen der Dienste registriert, kann dieser die Oberfläche des Players entsprechend anpassen.

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