Das Nokia 6820 baut auf den Erfolg seines Vorgängers, des 6800, und bietet ein schlankeres und attraktiveres Design sowie nützliche neue Funktionen, wie eine integrierte Kamera und die Möglichkeit zur Aufnahme von Videos. Die Hauptattraktion dieses Handys bleibt jedoch seine eingebaute QWERTY-Tastatur, die das Herz eines jeden SMS- und E-Mail-Fanatikers höher schlagen lässt. Mit 339 Euro ist das 6820 nicht gerade billig, mit Vertragsbindung es allerdings auch preiswerter über den Ladentisch.

Design

Auf den ersten Blick sieht das Nokia 6820 wie ein typisches Mobiltelefon im Schokoriegel-Format aus. Es hat ein auffälliges, in Hellblau und Silber gehaltenes Gehäuse und mit 106 mal 46 mal 22 mm dieselben Abmessungen wie sein Vorgänger, das 6800. Im Vergleich zu diesem hat es jedoch an Gewicht verloren und wiegt statt 125 nur 102 Gramm. Das Gerät ist kompakt gebaut und passt in fast jede Tasche. Außerdem liegt es komfortabel in der Hand und fühlt sich solide an.

Der 1,5-Zoll-Bildschirm mit seinen 4.095 Farben enttäuscht etwas im Vergleich zu den neuesten Displays mit 65.000 Farben. Bilder und Fotos erscheinen manchmal gerastert und verwaschen, besonders im Außenbereich. Text ist dennoch deutlich zu lesen und der Bildschirm vor Schmierflecken geschützt. Unterhalb des Displays befindet sich, flankiert von zwei Multifunktionstasten, ein beleuchteter Fünf-Wege-Joystick, mit dem man sich durch die grafisch gestalteten, benutzerfreundlichen Menüs arbeiten kann. Die numerische Tastatur schließt glatt mit der Oberfläche des Telefons ab und ist, wie auch der Joystick, attraktiver gestaltet als beim Nokia 6800. Alle Tasten haben einen ausreichenden Abstand zueinander, der Druckpunkt ist jedoch nicht leicht zu erspüren. Auch ist der Joystick kleiner, als er sein sollte. Positiv fielen dagegen die beiden rückseitig beleuchteten Streifen auf, durch die die Zahlenreihen getrennt werden; sie sorgen dafür, dass man auch bei schlechten Lichtverhältnissen problemlos wählen kann. Über die Steuerungstasten erhält man mit einem Tastendruck Zugriff auf zahlreiche Funktionen – man sollte daran denken, sie zu deaktivieren, wenn man das Telefon in einer Jacken-, Hosen- oder Handtasche trägt.

Sesam öffne dich! Der verlockendste und nützlichste Teil der Ausstattung des 6820 kommt zutage, wenn man seine Klappe öffnet: eine vollständige QWERTY-Tastatur inklusive Verbindungs- und Gesprächsende-Tasten. Die in Blau und Silber gehaltenen Tasten haben eine ausreichende Entfernung voneinander, sind aber aufgrund der zweigeteilten Abstandstaste dennoch etwas gewöhnungsbedürftig. Beherrscht man sie jedoch, kann man unterwegs blitzschnell E-Mails und SMS schreiben und wundert sich wahrscheinlich, wie man je ohne dieses Gerät ausgekommen ist. Wer größere Finger hat, sollte die Tastatur aber erst einmal ausprobieren. Auch die Tastatur hat eine Hintergrundbeleuchtung, aber sie muss manuell mit der dafür vorgesehenen Taste in der linken oberen Ecke eingeschaltet werden. Erfreulich ist, dass sich die Bildschirmdarstellung automatisch der horizontalen Lage anpasst, sobald man die Tastatur aufklappt, und eine Taste oben rechts am Telefon als dritte Multifunktionstaste genutzt werden kann. Das Scharnier an der Klappe wirkt unglaublich stabil, man braucht allerdings zwei Hände, um es zu öffnen.

Zur weiteren Ausstattung des Telefons zählen eine Infrarot-Schnittstelle rechts am Gehäuse, eine Kamera an der Rückseite und eine feste Taste zum Ein- und Ausschalten oben rechts am Gehäuse. Es gibt keine feste Taste zum Aktivieren der Kamera, hierzu muss man das Menü verwenden. Eigenartigerweise hat Nokia die Tasten zur Regelung der Lautstärke weggelassen, die sich beim 6800 an der linken Seite des Gehäuses befanden. Stattdessen wird die Lautstärke nun geregelt, indem man den Joystick nach rechts oder links bewegt, was etwas unbequem ist.

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