SARA – die Wächterin im Auto

Mehr als 90 Prozent aller Verkehrsunfälle ließen sich vermeiden, wenn die Fahrzeuglenker rechtzeitig vor der drohenden Gefahr gewarnt würden, das haben Untersuchungen amerikanischer und europäischer Verkehrsexperten ergeben. Jetzt hat die EU die Frequenzzuteilung für 24 Ghz-Nahbereichsradare gegeben, das helfen soll, Unfallzahlen drastisch zu reduzieren.

„Dem Ziel, die Zahl der tödlichen Unfälle bis 2010 um 50 Prozent zu reduzieren, sind wir damit einen entscheidenden Schritt näher gekommen“, erklärt
Dr. Thomas Weber, Mitglied des Vorstands der Daimler Chrysler AG, verantwortlich für Forschung und Technologie und Entwicklung in der Mercedes Car Group. Daimler Chrysler werde diese Sicherheitstechnologie auf Basis von 24 GHz-Nahbereichsradaren als weltweit erster Automobilhersteller schon in naher Zukunft ins Fahrzeug bringen.

Auch bei der BMW Group arbeitet man mit Nachdruck an der Umsetzung der neuen Sicherheitstechnologie: „Die Fähigkeit des Menschen, hochkomplexe Situationen durch assoziatives Denken und Handeln zu meistern, wird durch diese Sensortechnologie ideal ergänzt“, erklärt Stephan Bujnoch, verantwortlich für Verkehr und Umwelt bei der BMW Group.

Durch die Freigabe der EU ist nun der Grundstein für die Einführung der Radartechnologie gelegt worden. Für eine rasche weltweite Frequenzregulierung für 24GHz-Breitband-Autoradaranwendungen setzt sich das SARA-Konsortium ein. SARA ist die Abkürzung für „Short range Automotive Radar frequency Allocation“. Diese Initiative besteht aus zahlreichen Automobilherstellern und Zulieferern – unter Ihnen auch die BMW Group, Bosch, Delphi sowie Siemens und Tyco Electronics.

Mit der Nahbereichsradar-Technologie soll es möglich sein, einen Umkreis von rund 20 Metern um ein Fahrzeug zu überwachen. Entsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten, die sich eröffnen: Sie reichen von der Komfortverbesserung etwa eine Einparkhilfe, einem Stop-and-go-Assistenten bis hin zur Minderung von Unfallfolgen – und im besten Fall sogar zur Unfallvermeidung. Nahbereichs-Radarsensoren können also nicht nur vor einem drohenden Unfall warnen, sondern auch beim Spurwechsel helfen und den so genannten toten Winkel überwachen. Gerade beim Abbiegen werden in dem immer dichter werdenden Stadtverkehr dann Fahrradfahrer oder Fußgänger nicht mehr so leicht übersehen.

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