One Note ist gestaltet wie ein Ringbuch und hat drei virtuelle Registerkarten, mit denen die Notizen in einzelne Sektionen aufgeteilt werden können – praktisch für Arbeitsgruppen, die an einem Projekt zusammen arbeiten. Man kann Audio- und Videoclips in One Note speichern und sie mit bestimmten Notizen verknüpfen, so lassen sich Zitate oder Einfälle direkt festhalten. Während die Raffinesse von One Note beeindruckend ist, ist das Konkurrenzprodukt Ever Note doch die klügere Wahl: schließlich bietet es kostenfrei die meisten der Grundfunktionen von One Note.

Setup und Benutzeroberfläche

One Note 2003 ist als 80 MByte großer Download erhältlich. Microsoft bietet eine großzügige Testphase von 60 Tagen an – mehr als ausreichend, um das Programm kennen zu lernen. Im Test ließ sich das Programm ohne Zwischenfälle in wenigen Minuten installieren.

Die Benutzeroberfläche weist die für Microsoft typische Einteilung in Menüs und Werkzeugleisten auf – wer Microsoft-Produkte verwendet, wird sich schnell einfinden. Aber One Note ist mehr als eine frisierte Textverarbeitung. Beispielsweise kann man überall auf der One Note-Seite Notizen eintippen – oben, unten, in der Mitte, auf der Seite, einfach überall. Eine Gruppe von Notizen wird von einem „Word Container“ genannten grauen Kasten eingefasst, mit dem man den jeweiligen Abschnitt überall auf der Seite platzieren kann – praktisch, wenn man die Gedanken ordnen möchte, die man während eines Treffens hastig notiert hat. In dieser Hinsicht ist One Note flexibler als Ever Note, wo man am oberen Ende der Seite beginnt und sich nach unten vorarbeitet.

Screenshot
Microsoft Office One Note 2003 speichert Text, Bilder, handschriftliche Informationen und andere digitalisierte Daten.

Moderne Notizen umfassen jedoch mehr als nur getippte Texte. Mit One Note kann man Inhalte aus vielen Quellen einbinden: ein Excel-Arbeitsblatt, ein Word-Dokument, sogar Fotos oder Grafiken von einer Website, die später exportiert werden können. Wenn man sich mit den Drag-and-Drop-Werkzeugen von Windows auskennt, ist die Zusammenstellung von Daten mit One Note ein Kinderspiel: Man kann Inhalte aus dem Internet-Browser zum Beispiel ohne Umstände zu One Note herüberziehen. Wer im Internet recherchiert, wird zu schätzen wissen, dass One Note alle aus dem Netz gezogenen Daten automatisch mit einem Link auf deren Herkunftsseite versieht.

One Note verteilt die Notizen mittels „Sections“ genannter, farbiger Registerkarten in ein virtuelles Ringbuch. Dieser Ansatz ist praktisch für große Projekte, jedoch umständlich beim einfachen Durchblättern. Gefälliger ist hier das Erscheinungsbild von Ever Note: ein durchgehendes Blatt, auf dem sich mit der Uhrzeit versehene Kästen für die Notizen des Tages und ein Indexsystem für schnelles Suchen befinden. Auf der Benutzeroberfläche von Ever Note findet man sich außerdem leichter zurecht. Da Notizen aber etwas sehr individuelles sind, mögen einige Nutzer auch das Ringbuch-Layout von One Note vorziehen.

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