Studie: Virtuelle Verkehrszeichen machen das Autofahren sicherer

Siemens und Münchner Universitäten erhalten von der Integrata-Stiftung den Preis für die humane Nutzung von Informationstechnologie: Gebote werden auf der Frontscheibe eingeblendet.

In Zusammenarbeit mit dem „Center for Digital Technology and Management„, einem interdisziplinären Institut der Technischen Universität und der Ludwig Maximilians Universität München hat der Telekommunikationsbereich der Siemens AG (Siemens Communications) eine Studie für „virtuelle Verkehrszeichen“ erstellt. Im Rahmen des von Siemens initiierten Projekts konnten die Forscher nachweisen, dass es für den Verkehrsfluss von Vorteil wäre, wenn dem Autofahrer in bestimmten Situationen zusätzliche Verkehrszeichen auf ein Display – zum Beispiel am Armaturenbrett oder in der Frontscheibe – eingeblendet würden. Das Ergebnis der Forschungsstudie hat die Integrata-Stiftung vor kurzem mit dem Wolfgang Heilmann-Preis für humane Nutzung der Informationstechnologie honoriert. Eine Fortführung des Forschungsprojektes wird bei Siemens soeben erwogen.

Der Wolfgang Heilmann-Preis wird in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben und ist mit Euro 10.000 dotiert. Über die Preisvergabe entscheidet das Kuratorium der Stiftung, das sich aus Vertretern von Wissenschaft und Wirtschaft zusammensetzt. Mit dem Preis würdigte die Integrata Stiftung in diesem Jahr drei hervorragende Arbeiten zum Thema „Verkehrsentlastung durch Telematik und Telekooperation“.

Damit die virtuellen Schilder die aktuelle Verkehrssituation berücksichtigen können, müssen sie in ein zentrales Verkehrsmanagement eingebunden sein, in dem alle Informationen zusammen laufen. Als Übertragungsmedium zum Fahrzeug können Mobilfunk oder DVB (Digital Video Broadcast) dienen.

Da das Aufstellen und Warten von Verkehrsschildern und Leitsystemen sehr kostenintensiv ist, spielen in der Studie auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle: Die Forscher von Siemens und den beiden Münchner Universitäten halten es für wahrscheinlich, dass es sich auf lange Sicht lohnt, weitgehend alle Verkehrszeichen für motorisierte Verkehrsteilnehmer nur noch virtuell zu übertragen.

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