Den Druckserver WPS54GU2 Wireless-G von Linksys zum Laufen zu bringen, ist kein Kinderspiel. Das Testgerät war jedenfalls erst nach vielen vergeblichen Versuchen und fruchtlosen Anrufen beim technischen Support zur Mitarbeit zu bewegen.

Theoretisch soll einem ein Wi-Fi-Druckserver das Leben erleichtern, indem er als drahtlose Verbindung für Druckaufträge im Netzwerk dient. Leider erwies sich das in der Praxis für den WPS54GU2 Wireless-G als Irrtum. Daher kann man nur raten, die Finger vom WPS54GU2 zu lassen, es sei denn, man ist gewillt, sich mit einem unzuverlässigen Stück Hardware herumzuschlagen. Da fährt man mit einem zwar schon etwas älteren, gleichwohl aber zuverlässigen Kombinationsgerät aus Router und Druckserver wie dem Netgear FWG114P besser bedient.

Die Odyssee mit dem WPS54GU2 begann schon beim Setup. Die entsprechende Anleitung lieferte gute Anweisungen, wie man all die Hardware anschließt, aber als dann der Setup-Assistent das Gerät automatisch erkennen sollte, blieb das entsprechende Fenster leer. Daraufhin wurde das Linksys Management Utility installiert, in der Hoffnung, dass dieses das Geräte erkennen würde, aber Fehlanzeige. Der nächste Versuch bestand darin, sämtliche Hardware abzuschalten und erneut anzuschließen, was die WLAN-LED-Anzeige an der Vorderseite zum Erlöschen brachte. Nach dem vergeblichen Versuch eines harten Resets entsprechend der Anweisungen im Benutzerhandbuch erfolgte der erste Anruf beim technischen Support – nur um zu erfahren, dass man hier tatsächlich anders vorgehen muss als im Handbuch beschrieben.

Schließlich gelang der harte Reset, was die WLAN-Anzeige zwar wieder zum Leben erweckte, aber mehrere Computer erkannten das Gerät immer noch nicht. Eine Lösung erhoffte man sich mit dem Einrichten einer statischen IP-Adresse für den PC im selben Subnetz wie der Druckserver. Leider fehlte die IP-Adresse des Druckservers, in der Dokumentation war sie nicht zu finden und auf die Geräteeinstellungen konnte auch nicht zugegriffen werden, um sie ausfindig zu machen. So blieb auch dieser Weg versperrt. Eine letzte Chance lag eventuell darin, den Drucker zum Ausdrucken einer Testseite zu bewegen, auf der die IP-Adresse des Druckservers zu finden wäre. Aber wie nicht anders zu erwarten war, klappte es auch mit dem Drucken der Testseite nicht. Auch die weiteren Anrufe beim technischen Support in den folgenden Tagen brachten keine Abhilfe. Das Gerät war weder durch technische Tricks noch durch Beschwörungen zur Mitarbeit zu bewegen. Auch ein zweiter Anlauf mit einem anderen Gerät führte zu denselben Problemen. Letztendlich blieb nichts anderes übrig, als den Druckserver in ein neues Netzwerk einzubinden und den Drucker auszutauschen – und siehe da, auf einmal funktionierte er! Warum der WPS54GU2 in einigen Fällen funktioniert, in anderen aber nicht, bleibt ein Geheimnis. Bei solchen Produkten kann man wirklich Mitleid mit den armen Supportmitarbeitern bekommen.

Ebenfalls enttäuschend war, dass der WPS54GU2 keine WPA-Unterstützung mitbringt, welche inzwischen zum Sicherheitsstandard bei Wi-Fi-Geräten geworden ist. Der WPS54GU2 erlaubt die Zuweisung von 64- oder 128-Bit-WEP-Schlüsseln. Der Druckserver unterstützt außerdem das anwendungsfreundliche SNMP-Protokoll, aber Unternehmen sollten sich lieber nicht auf ein so unzuverlässiges Gerät wie dieses verlassen. Die einzige positive Anmerkung zu diesem Druckserver: Er unterstützt gleichermaßen Drucker mit Parallel- oder USB-Anschluss.

Der Druckserver unterstützt den 802.11g-Standard, welcher theoretisch eine maximale Durchsatzrate von 54 MBit/s bietet. In der Praxis liegt der Durchsatz allerdings eher bei 20 MBit/s, was aber für die meisten Drucker immer noch mehr als schnell genug ist.

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