Die Sanyo VPC-C4 ist kaum größer als einige Mobiltelefone, dennoch ermöglicht sie die Aufnahme bemerkenswert scharfer und lebendiger Fotos. Überzeugen kann auch die Qualität der aufgenommenen MPEG-4-Videos. Kaum ein anders Hybrid-Modell aus diesem Preissektor bringt solch überzeugende Ergebnisse. Hinzu kommen ein 4,23-Megapixel-Sensor, ein drehbarer LCD-Bildschirm, die Möglichkeit, gleichzeitig Videos und Fotos aufzunehmen, und ein 5,8-facher optischer Zoom, der bei Videoaufnahmen voll funktionsfähig ist.

Dennoch muss man bei dem Gerät auch einige Abstriche machen: So gibt es keine Rote-Augen-Korrektur, keinen Serienbildmodus für Standbilder und nur wenige manuelle Einstellungen. Draußen bei vollem Tageslicht liefert die Kamera beeindruckende Ergebnisse, Innenaufnahmen bei mäßigen Lichtverhältnissen dagegen sind schon eher eine Herausforderung.

Die Sanyo VPC-C4 verfügt über ein ungewöhnliches, nach oben gerichtetes Objektiv, das einer gewissen Eingewöhnungsphase bedarf. Es mag einem alles andere als intuitiv erscheinen, die Kamera leicht zu kippen, um das Objektiv richtig auszurichten. Bis auf die Ein-/Austaste, die zum Vorschein kommt, wenn der LCD-Bildschirm ausgeklappt wird, sind alle Bedienelemente oben an der Rückseite platziert. Dort können sie mit dem Daumen bedient werden. Separate Tasten für die Aufnahme von Fotos und Videos machen das Umschalten zwischen den beiden Funktionen einfach.

Der herausklappbare 46-Millimeter-LCD-Bildschirm (1,8 Zoll) kann um etwa 280 Grad verstellt werden und ermöglicht Überkopfaufnahmen, Aufnahmen von unten und Selbstporträts. Das ist besonders vorteilhaft für Rechtshänder. Linkshänder hingegen könnten das Gefühl haben, dass ihnen der Bildschirm im Weg ist, wenn sie den Daumen an den Bedienelementen positionieren. Egal, ob man nun die linke oder rechte Hand nutzt – man muss in jedem Fall aufpassen, dass man mit dem Zeigefinger nicht das Objektiv verdeckt.

Das Gehäuse besteht größtenteils aus champagnerfarbenem Kunststoff, der wie gebürstetes Metall aussieht. Darüber hinaus ist die Kamera in gold, blau oder orange erhältlich. Trotz der geringen Größe (69 Millimeter Breite, 109 Millimeter Höhe und 33 Millimeter Tiefe) ist die VPC-C4 mit 179 Gramm kein Fliegengewicht. Dadurch ist sie jedoch nicht zu schwer für die Hosentasche, und die Kamera ist stabil genug, um ruhig gehalten zu werden.

Die Navigation in den Menüs erfolgt mit einem winzigen Fünf-Wege-Schalter in Joystick-Manier. Dieser Schalter ist so klein, dass man gelegentlich das gewünschte Menü verfehlt oder die linke Taste anstelle der „Nach oben“-Taste drückt. Die farbenfrohen und hell erleuchteten Menüs können leicht auseinander gehalten werden. Leider verteilt sich jede Gruppe mit Menüoptionen über zwei Seiten. Bei einigen Kameras, wie dem Konkurrenzmodell Casio Exilim EX-P505, kann man die Menü-Taste nutzen, um in der Menü-Hierarchie zurückzublättern. Bei diesem Modell muss man zum Ende oder Anfang der Menüliste gehen, um zur nächsten Seite zu gelangen.

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