Die HDR-FX1 ist die erste HDV-Kamera von Sony und derzeit eine der wenigen Geräte dieser Art überhaupt. So ist es mit der Handycam möglich, hochauflösende Videos von extrem hoher Qualität aufzuzeichnen. Der Camcorder ist mit drei CCDs und einigen gut durchdachten Features ausgestattet, die ihn zum idealen Gerät für den Umstieg auf High Definition machen.

Die Sony HDR-FX1 ist ein zeitgemäßes Produkt, dennoch fehlen ihr progressive Bildbearbeitungsfunktionen und Audioanschlüsse. Auch gibt es derzeit nur wenige ausgereifte HDV-Bearbeitungsmöglichkeiten und Hochleistungs-DVDs für HD-Material, da sich diese noch in der Entwicklung befinden.

Mit einem Gewicht von zwei Kilogramm ist die HDR-FX1 so schwer und unhandlich, wie eine Handycam überhaupt nur sein kann. Für eine Einhandbedienung ist sie zu groß, aber mit beiden Händen lässt sie sich gut handhaben. Das Magnesiumgehäuse erscheint solide und gut verarbeitet und die silbergraue Lackierung sorgt für ein unaufdringliches, hochwertiges Aussehen.

Bei genauerer Betrachtung bemerkt man einen wesentlichen Unterschied zum Aufbau der klassischen Handycams von Sony: Der ausklappbare LCD-Bildschirm, der sich normalerweise auf der linken Seite der Kamera befindet, liegt vor dem Handgriff direkt hinter dem Mikrofon. Dadurch ist auf der linken Seite der Kamera mehr Platz für das Kassettenlaufwerk, das bislang auf der rechten Seite der Kamera anzutreffen war.

Auf dem gewonnenen Platz, der beim Aufklappen des Monitors sichtbar wird, befinden sich die Bedienelemente für die Videowiedergabe. Die hellblauen HDV/DV-Statusanzeigen unterstreichen die bemerkenswerteste Funktion der HDR-FX1: ihre Fähigkeit, sowohl 1080i-Aufnahmen (1.440 mal 1.080 Pixel), HDV-Aufnahmen mit 60 Feldern pro Sekunde und 480i-DV-Aufnahmen auf gewöhnlichen Mini-DV-Kassetten aufzuzeichnen. Die Umschaltung zwischen SD und HD erfolgt über eine einzige Menüoption.

Ansonsten ähnelt der Aufbau anderen Sony-Modellen: ein großer Objektiv-Tubus für den 12-fachen Vario-Sonar-Zoom von Zeiss, einem schwenkbaren Sucher über dem Akku am hinteren Teil der Kamera, den meisten mechanischen Kontrollen an der linken Seite, dem Handgriff, Zoomschalter und elektronischen Anschlüssen auf der rechten Seite und einem Stereomikrofon mit unabhängigen Zoom- und Aufnahmetasten oben auf dem Tragegriff.

Die neue Anordnung des 16:9-Swivel-Screen-LCDs mit 89 Millimetern (3,5 Zoll) erscheint etwas unvorteilhaft, macht aber eigentlich viel Sinn. Abgesehen davon, dass am Kameragehäuse viel Platz frei wird, wird der Monitor dadurch auf der Kamera nach vorne verschoben und liegt auf der gleichen Höhe wie der Sucher. Das ist genau die Stelle, wo er sein sollte, wenn man die Kamera auf der Schulter trägt. Auch wenn die HDR-FX1 an sich keine Schulterkamera ist, ist hierfür eine Reihe von Accessoires erhältlich, die sich vor allem für die Nutzung in Verbindung mit dem LCD-Monitor besonders gut eignen.

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