Die DCR-HC90 ist eine Weiterentwicklung der DCR-HC85 und das aktuelle Topmodell unter den 1-Chip-Handycams von Sony. Die Kamera misst ungefähr 109 mal 66 Millimeter und wiegt 440 Gramm, so dass man sie leicht in einer Tasche oder der Jacke mitnehmen kann. Der Kippschalter für das Zoom und der Auslöser sind ergonomisch angebracht, dasselbe gilt für den Ein- und Ausschalter, die Start- und Stop-Taste und die Moduswahl. So liegt die Handycam nicht nur gut in der Hand, sondern lässt sich auch einfach bedienen.

Zu den weiteren an der Rückseite angebrachten Bedienelementen gehören ein Breitformat-LCD-Display sowie Tasten für den Blitz, ein Schieber zur Dioptrienanpassung sowie eine Kunststoffklappe, hinter der sich der Memory Stick Duo Pro-Einschubschacht sowie der Lithium-Ionen-Akku verbergen.

Die übrigen Bedienelemente der DCR-HC90 umfassen einen speziellen Ein- und Ausschalter für den Nightshot-Modus, einen Gegenlichtknopf, der die Beleuchtung bei Objekten im Gegenlicht kompensiert sowie eine Easy-Taste für Anfänger. Eine praktische rotierende Abdeckung verbirgt den Zubehörschuh der Kamera, an den man Videoleuchten, Mikrofone und Ähnliches anschließen kann. Die Abdeckung schließt bündig mit dem walzenförmigen Gehäuseoberteil ab, so dass die Gesamtästhetik nicht gestört wird. Das Tape-Fach der DCR-HC90 ist von oben zugänglich, was bedeutet, dass man Kassetten austauschen kann, auch wenn die Kamera auf einem Stativ montiert ist.

Obwohl das Touchscreen-LCD-Display nur 69 Millimeter in der Diagonale misst, hat es den Vorteil, das 16:9-Format zu unterstützen. Das bedeutet, dass das Display beim Wechsel zum Breitformatmodus das Vollbild ohne störende schwarze Balken zeigt. Diese treten dafür jedoch im 4:3-Modus auf, was das LCD mit 53 Millimetern in diesem Modus in der Tat sehr schmal macht.

Wie bei vielen aktuellen Handycams von Sony dient das LCD-Display gleichzeitig als Benutzeroberfläche. Durch Druck auf die Onscreen-Buttons gelangt man zu Menüs, kann Einstellungen ändern und die Wiedergabe steuern. Allerdings erweisen sich diese Bedienelemente als wenig benutzerfreundlich, vor allem wegen einiger verwirrend benannter Optionen, aber auch vom Prinzip der Bedienoberfläche her. Einige Funktionen sind zwar über den Druck auf großformatige Text-Buttons erreichbar, andere erfordern aber umständliches Navigieren in den beweglichen 3D-Menüs und -Untermenüs. Dabei ist es oft schwierig, die gesuchte Einstellung zu finden. Wenn man außerdem manuelle Anpassungen an Fokus oder Belichtung vornehmen will, muss man Plus- oder Minus-Buttons auf dem Display drücken, was nicht gerade für Präzision sorgt. Für solche Einstellungen würde man sich lieber ein mechanisches Bedienelement wie beispielsweise ein Jog Dial wünschen.

Erfreulich ist die integrierte und selbständig schließende Objektivabdeckung, die zwar die Zeit bis zur Betriebsbereitschaft leicht verlängert, aber besser ist als eine herkömmliche Schutzkappe.

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