Für echte Heimkino-Fans war die Markteinführung von 3-Chip-DLP-Projektoren vielleicht bedeutender als die von Flachbildschirmen. Diese Spitzenprodukte bieten Projektion in Kinoqualität und sind dazu voll High Definition-kompatibel. Nachteile: die enormen Abmessungen der Geräte und ihr Preis, der den Käuferkreis auf die Reichen und die eingefleischten Fans beschränkt. Als die Geräte letztes Jahr erstmals für Privatkunden erhältlich waren, betrug der Preis durchschnittlich etwa 20.000£. Heute sind sie für die Hälfte dessen erhältlich, und wenn sie also immer noch in den eher höheren Preislagen zu Hause sind, geben sie doch schon einen Vorgeschmack auf das, was in ein paar Jahren Standard sein könnte.

Diejenigen, die über das nötige Kleingeld verfügen, bekommen mit dem ScreenPlay 777 einen höchst beeindruckenden Ausrüstungsgegenstand. Dies ist ein Gerät, von dem Elektronik- und Videofans träumen, denn außer einem eigenen Kino gibt es kaum etwas Besseres. Die Stärke des Geräts liegt darin, dass es ein wundervolles HD-Kinoerlebnis bietet, die Investition zahlt sich also besonders ab 2006 aus. Glücklicherweise bereiten auch die üblichen DVD-Filme dem Gerät keinerlei Probleme.

Design

Der Inocus Screenplay 777 ist ein ziemlich massiver Projektor, jedoch wird dieser Eindruck durch die glatte, UFO-ähnliche Gestaltung etwas gemildert. Es gibt keine Tasten am Gehäuse – das Gerät ist dazu gedacht, unter der Zimmerdecke befestigt zu werden, und zwar am besten von einem Profi.

An der Rückseite finden sich zahlreiche Anschlussmöglichkeiten. Der Projektor ist HD-kompatibel und akzeptiert sowohl DVI- als auch HDMI-Signale (über einen Adapter). Infocus wollte, dass das Gerät sowohl HDMI als auch DVI unterstützt und hat sich daher für einen eigenen Anschluss am Projektor entschieden, an den man beide Typen anschließen kann. Das ist schade, denn Zubehörhersteller wie zum Beispiel Monster bieten HDMI-DVI-Konverter an, die Heimkino-Fans wahrscheinlich bereits besitzen – der Ansatz von Infocus bedeutet, dass man mehr Zubehör von diesem Unternehmen kaufen muss. Dieses Problem ist allerdings nicht wirklich schwerwiegend, der halboffizielle Kommentar von Infocus lautet hier, dass man bezüglich seiner Anschlussbedürfnisse doch Kontakt zu seinem Händler aufnehmen solle, dieser würde den benötigten Adapter wahrscheinlich kostenlos zur Verfügung stellen.

Für einen HD-Projektor ist eine großzügige Anzahl von Standard-Videoeingängen vorhanden. Im Paket ist ein Adapter enthalten, mit dem man ein RGB-Scartkabel an die Komponenteneingänge anschließen kann, zudem gibt es drei weitere Eingänge, nämlich zwei S-Video-Eingänge und einen Composite-Eingang, an der Rückseite. Es gibt zwei Gruppen von Komponenten-Eingängen, die auch HD-kompatibel sind – perfekt für eine Spielkonsole oder einen DVD-Player. Dank der cleveren Gestaltung des Projektors ist die große Anschlusstafel gut versteckt und bietet dennoch Platz für all diese Anschlüsse und eine Abdeckung, die das Auswechseln der Lampe erlaubt. Wie man sich denken kann, gibt es auch Stecker, mit denen man den 777 in das ‚automatisierte Haus‘ einbinden kann, so dass gleichzeitig mit dem Einschalten des Projektors eine Leinwand heruntergefahren werden kann. Ein Leben im Luxus.

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