Infocus mag nicht jedem ein Begriff sein, wer sich für Heimkinoprojektion interessiert, hat das Screenplay-Sortiment aber vermutlich auf dem Schirm. Anfangs nur mit einigen wenigen und einfachen Modellen vertreten, hat das Unternehmen heute genügend Produkte im Angebot, um alle Benutzerwünsche zu erfüllen – vom günstigen 1.000-Euro-Gerät bis hin zum Drei-Chip-DLP-Modell für weit über 10.000 Euro.

Der 7205 ist eher ein Mittelklasse-Projektor, aber dennoch nicht unbedingt für Gelegenheitsnutzer gedacht. Er deklassiert alle Modelle der Klasse bis etwa 5000 Euro mit Abstand, denn der 7205 ist ein High-Definition-kompatibler Projektor. Für die Zukunft ist dieser Faktor nicht zu unterschätzen. Der 7205 mag der am langweiligsten gestaltete Projektor aller Zeiten sein, für Benutzer, die ein Auge für Qualitäts-Heimkinoprojektion haben, ist er dennoch die erste Wahl.

Design

Der 7205 ist recht groß und beansprucht ziemlich viel Platz zwischen Decke und Boden. Er ist in puncto Design eines der langweiligsten je getesteten Modelle – man muss schon ein Gähnen unterdrücken, wenn man die Verpackung öffnet und das Gerät herausholt. Die Vorderfront besteht aus einem Objektiv auf der rechten Seite und einem Griff, der sich über den Rest erstreckt. An den Seiten und über die gesamte Rückfront hinweg öffnet sich die Lüftung.

Die Anschlussmöglichkeiten des 7205 sind sehr gut, die lange Rückseite ist voll gepackt mit Anschlüssen. Dank der doppelt vorhandenen Komponenteneingänge kann man einen DVD-Player plus eine Spielkonsole anschließen und Progressive-Scan-Video über beide Quellen genießen. Progressive-Scan-Bilder sind viel ruhiger als Standard Interlaced Video, sodass niemand diese Technik missen möchte, der sie einmal genossen hat.

Wer vor kurzem den Sprung ins digitale Zeitalter gewagt hat, mit dem Kauf eines DVI- oder HDMI-DVD-Players wie dem Denon DVD-2910, der wird gern hören, dass der 7205 digitales Video wiedergeben kann, wenn auch auf eine leicht verworrene Art und Weise. Der M1-DA-Eingang des Infocus unterstützt sowohl DVI als auch HDMI, man muss sich jedoch einen rund 30 Euro teuren Adapter für jeden separaten Eingang kaufen. Das ist zwar ärgerlich, ermöglicht Infocus aber die Unterstützung beider Digitalformate über einen Eingang. Wer sowieso 4000 Euro für einen Projektor ausgibt, sollte auch vor einer DVD-Player-Aufrüstung nicht zurückschrecken. Und beim Fachhändler bekommt man vielleicht sogar einen Konverter kostenlos dazu.

Der Screenplay 7205 verfügt außerdem über einen RS-232-Anschluss, sodass man den Projektor mit einem Lutron- oder AMX-Steuergerät verbinden und per Knopfdruck Heimkinoatmosphäre genießen kann (auch wenn dies eine ziemlich kostspielige Angelegenheit ist).

Die Infocus-Fernbedienung ist einfach, aber für den Heimkinogebrauch hinterleuchtet. Sie ist klein und hat auf der Oberseite eine LED, sodass der Benutzer sieht, wenn er auf eine Taste drückt. Man kann außerdem bestimmte Quellen ansteuern. Allerdings sucht der Projektor nach dem Einschalten automatisch nach Videoquellen.

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