Obwohl bandbasierte MiniDV-Camcorder eine bessere Bildqualität und längere Aufzeichnungszeiten bieten als DVD-Camcorder, geht doch nichts darüber, eine DVD aus der Sony Handycam DCR-DVD7E zu nehmen und direkt in den DVD-Player einzulegen. DVD-Camcorder haben MiniDVs zwar noch lange nicht abgelöst, aber sie stellen die schnellste Möglichkeit dar, sein Filmmaterial auf dem derzeit verbreitetsten Medium zum speichern.

Wer seine Filme gern noch bearbeitet, wird der Idee, seine Aufnahmen direkt und ohne Umwege auf DVD zu verewigen, nicht viel abgewinnen können. Aber wer ein einfaches System sucht und keinerlei Ambitionen hat, ein Starregisseur zu werden, für den ist ein DVD-Camcorder wie der 7E durchaus eine Alternative. Was man an Funktionsumfang einbüßt, wird durch einen höheren Bedienkomfort mehr als wettgemacht.

Design

Im Prinzip ist der 7E ein kleiner DVD-Brenner mit einem Objektiv, einem CCD sowie einem LCD-Display, die clever angebracht sind. Seine Form wird fast vollständig davon bestimmt, halbgroße DVDs mit 80 Millimetern Durchmesser als Speichermedium unterzubringen. Daher sieht dieser Camcorder fast wie ein Hamburger aus: Man klappt ihn auseinander und legt die DVD zwischen die beiden Hälften ein.

Für ein derart sperriges Gerät ist der Camcorder überraschend elegant. Die Vorderseite präsentiert sich im schimmernden schwarzen Kunststoff, den man von Sonys PSP und einigen Geräte aus der Vaio-Reihe kennt. Das ist zwar eine luxuriös aussehende Oberfläche, aber dort sammeln sich Fingerabdrücke, dass Sherlock Holmes seine wahre Freude daran gehabt hätte. Schon nach wenigen Minuten sammelt sich an der Vorderseite der 7E so viel Schmutz, dass man ein Tuch dabei haben sollte, um die Kamera regelmäßig abzuwischen.

Dank des Hamburgerformats liegt die 7E gut in der Hand. Bei längeren Aufnahmen hätte man sich einen umfassbaren Handgriff gewünscht, aber das Gehäuse dieses Camcorders ist relativ leicht, sodass man durchaus kein Bodybuilder sein muss, um mit ihr zu filmen. Der Aufnahmeknopf liegt in der Mitte eines Einstellrades, mit dem das Zoom eingestellt wird. Die Position beider Bedienelemente wirkt natürlich, die Benutzung bereitete keine Probleme.

Der Akku des 7E hat die Form eines kleinen Schokoriegels und wird seitlich hinter einer Klappe in den Hamburger eingeschoben (womit die Vergleiche mit Lebensmitteln aber auch ein Ende haben). Es handelt sich um einen proprietären Akku, der speziell für die Form des 7E entwickelt wurde. Der Akku kann entfernt werden, indem man mit etwas Kraft am herausstehenden Ende zieht. Man wird ihn aber wahrscheinlich in eingebautem Zustand aufladen, daher braucht man sich um ihn nicht weiter zu kümmern, es sei denn, man möchte ihn unterwegs austauschen.

Das DVD-Laufwerk des 7E hat eine elektronische Verriegelung, die mithilfe kleiner Motoren die eine Hälfte des Camcorders entriegelt, sodass man eine DVD einlegen kann. Diese wird mithilfe einer Kunststoffspindel arretiert, wie man sie bei tragbaren CD-Playern findet. Der Rest des Gehäuses des 7E ist recht aufgeräumt, da die meisten Bedienelemente des Camcorders als Buttons auf dem eingebauten Touchscreen-LCD realisiert werden.

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