Ein paar verblüffende Funktionen heben dieses kompakte Schnappschuss-Modell aus der Masse hoch automatisierter 5-Megapixel-Pocketkameras heraus. Als preisgünstige Variante der 7-Megapixel Coolpix 7900 teilt die Nikon Coolpix 5900 mit dieser den Face-Priority Autofocus (Porträt-Autofokus), eine Technologie zur kamerainternen Ausgleichung zwischen hellen und dunklen Bildbereichen, Hilfefunktionen und eine Verwacklungswarnanzeige, die eine ansonsten eher alltägliche Funktionsausstattung aufpeppen.

Schnappschussfotografen werden die gute Bildqualität, die großzügige Auswahl an Szenenmodi (fünf mit Motivprogramm-Assistent) und den Best-Shot-Modus der Coolpix 5900 zu schätzen wissen. Die spärliche Auswahl an manuellen Einstellmöglichkeiten verringert ihre Attraktivität für Fotofans, während die schlechten Leistungen des Autofokus bei ungünstigen Lichtverhältnissen und der ungenaue optische Sucher alle Fotografen gleichermaßen enttäuschen dürften.

Design

Das gebürstete Aluminiumgehäuse der Nikon Coolpix 5900 ist mit 89 mal 61 mal 38 Millimetern und einem Gewicht von 150 g recht klein. Es ist ausreichend ausbalanciert, um Aufnahmen mit einer Hand zu erlauben. Der hinten angebrachte Kippschalter für den Zoom liegt unter dem Daumen, wenn der Zeigefinger auf den oben befindlichen Auslöser gelegt wird. Wer große Hände hat, wird sich allerdings wünschen, dass der Zoomschalter ein wenig mehr zu Mitte der Kamerarückseite hin angebracht wäre. Die saubere Oberseite beherbergt einen tief liegenden Einschaltknopf, eine LED-Betriebsanzeige und ein geriffeltes Auswahlrad. Die anderen Bedienelemente sind um das 51-Millimeter-114.000-Pixel-LCD auf der Rückseite herum angeordnet.

Zu diesen Bedienelementen zählen eine Löschtaste, eine Menütaste, eine Wiedergabetaste und ein Vier-Wege-Schalter mit einer Bestätigungstaste in der Mitte. Es gibt keine Taste für die Anzeige – wenn man das LCD abschalten möchte, um Energie zu sparen, oder andere Informationen anzeigen möchte, muss man jedes Mal das Auswahlrad auf „Setup“ stellen und danach ein halbes Dutzend Tasten drücken. Diese Extraarbeit scheint bei dieser Kamera zum Konzept von Nikon zu gehören. Auch zum Aktivieren der Serienbildfunktion muss man viele Tasten im Menü drücken und doppelt so viele, wenn man die ISO-Einstellungen ändern will. Viele andere Kameras verwenden Tasten zum Aktivieren dieser Optionen.

Auf einige Funktionen bietet die Nikon Coolpix 5900 Zugriff über die Vier-Wege-Taste – wenn auch umständlich. So aktiviert ein rechtsseitiger Druck auf die Vier-Wege-Taste nicht den Selbstauslöser und ein Druck nach unten nicht den Makromodus. Stattdessen wird jeweils ein Ein-Aus-Menü für diese Funktionen aufgerufen. Anstatt die Blitzoptionen durch mehrfaches Drücken auf eine Taste auswählen zu können, wird durch Druck auf die Vier-Wege-Taste ein eigenes Blitz-Menü aufgerufen. Ein Druck rechts ruft ein Menü zur Belichtungskompensation auf (plus oder minus 2 LW in 1/3-LW-Schritten).

Auch wenn die Menüs der Nikon Coolpix 5900 leicht verständlich sind, kann es nervig sein, wenn man häufig mit dem System arbeiten muss, denn die Auswahlmöglichkeiten nehmen manchmal mehrere Seiten ein (Das Aufnahme- und das Einstellungsmenü nehmen jeweils drei Seiten mit 14, beziehungsweise 15 Optionen ein) und es gibt keine Abkürzungen, mit denen man die gewünschten Optionen erreichen kann. Man kann die Menüs durch eine Seite mit Symbolen ersetzen, muss sich dann aber die Bedeutung der einzelnen Symbole merken.

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