Seit der Markteinführung des Ipod nano von Apple fristet der Creative Zen Nano Plus – der vor diesem auf den Markt kam – ein Schattendasein. Das ist ungerecht, zielen die Geräte doch auf ganz unterschiedliche Märkte: der Zen Nano plus kostet halb so viel, hat nur 1 GByte Speicherkapazität und einen kleinen Schwarzweiß-Bildschirm. Während der Ipod nano gewiss das elegantere der beiden Geräte ist, bleibt der Zen Nano Plus doch brauchbar, kompakt, funktionell und preisgünstig. Auch wenn Creative dem Interface nichts auch nur annähernd Vergleichbares entgegen zu setzen hat, besitzt der Zen Nano Plus doch einen Vorzug gegenüber dem Apple-Gerät: Er kann über ein winziges eingebautes Mikrofon aufnehmen. Daher ist er besonders attraktiv für Journalisten und andere Berufsgruppen, die Gespäche und Sounds mitschneiden wollen.

Für Audioliebhaber empfiehlt sich der Zen Nano Plus jedoch nur eingeschränkt – die Endstufe bleibt hinter den Leistungen anderer Player zurück. Drain You von Nirvana verliert wahrnehmbar an Durchschlagskraft – die Höhen klingen etwas verkrampft und die Bässe sind zu weich. Diese Vorwürfe sind allerdings pingelig. Der Gelegenheitshörer dürfte den Klang des Zen als durchaus annehmbar empfinden.

Design

Der Nano ist klein, nicht viel größer als ein Feuerzeug (34 mal 66 mal 13 Millimeter bei einem Gewicht von nur 22 Gramm). Das Testgerät wurde in einem entspannenden Aquamarinblau geliefert – zehn Farben sind erhältlich. Das LCD dieses Geräts ist zwar extrem klein, jedoch gut abzulesen und durch eine robuste Kunststoffschicht geschützt – auch lose Schlüssel sollten ihm nichts anhaben können. Nur ein Bedienelement, die Wiedergabe- und Pause-Taste, befindet sich an der Vorderseite des Players. Alle anderen sind an den Seiten angebracht. Zu diesen zählen eine einfache Lautstärkeregelung mit zwei Tasten und ein Auswahlrad, mit dem man sich durch die Menüs bewegt und das man drückt, um eine Option auszuwählen.

Der Nano fühlt sich nicht solide an. Dieser Eindruck bestätigte sich, als der Deckel des Batteriefachs abbrach. Dieser Deckel wird nur durch einen schmalen Plastikstreifen gehalten, der kaum einen Sturz aushält. Den Rest seines Daseins muss das Gerät nun entweder mit bloßliegender Batterie verbringen, oder man muss die Abdeckung des Batteriefachs mit Klebeband befestigen. Es ist schon erstaunlich, dass die Hersteller angesichts von Millionen mit Klebeband befestigter Batteriefachabdeckungen an Fernbedienungen und anderen Geräten nicht in der Lage sind, einfache Konzepte zu begreifen; etwa: Große Abdeckungen sollten nicht von winzigen Plastikstreifchen gehalten werden.

Die Stromversorgung des Nano erfolgt durch eine AAA-Batterie, die leicht auszuwechseln ist (besonders, wenn erst einmal der Deckel des Batteriefachs abgebrochen ist). Die Kopfhörer werden oben am Gerät eingesteckt, Ausgangsbuchse und USB-Port befinden sich am gegenüberliegenden Ende.

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