Deutscher Zukunftspreis 2005 für Piezo-Einspritztechnik

Bundespräsident Horst Köhler würdigt Entwickler von Bosch und Siemens: Die Spitzentechnik für saubere und sparsame Diesel- und Benzinmotoren hat großen Markterfolg und sichert Arbeitsplätze.

Bundespräsident Horst Köhler hat den Deutschen Zukunftspreis 2005 an ein Forscher- und Entwicklerteam von Bosch und Siemens VDO verliehen. Die Jury wählte das Projekt „Piezo-Injektoren: Neue Technik für saubere und sparsame Diesel- und Benzinmotoren“ als beste Arbeit aus der letzten Runde der vier nominierten Teams aus. Der Preis für Technik und Innovation würdigt Projekte von hoher wissenschaftlicher Qualität, die zugleich anwendungs- und marktreif sind.

Erstmals wurde damit ein Forscher- und Entwicklerteam aus zwei Unternehmen ausgezeichnet, die im harten Wettbewerb zueinander stehen. Seit Mitte der 90er Jahre investierten beide Unternehmen wesentlich mehr als fünf Milliarden Euro in Entwicklung und Fertigung der Technik.

Die Piezotechnik eignet sich sowohl für die Diesel- als auch für die Benzin-Direkteinspritzung. Bosch hatte 1997 mit der Einführung des Common-Rail-Systems für die Hochdruckeinspritzung in Pkw-Dieselmotoren einen Imagewandel ausgelöst: Knapp 50 Prozent der Neuwagenkäufer entscheiden sich heute beim Neuwagenkauf für Dieseltechnik. An dem Erfolg habe die Piezo-Technik erheblichen Anteil.

2001, ein Jahr nach Produktionsstart der Piezo-Common-Rail-Technik, wurden 500.000 Piezo-Injektoren gefertigt. 2003 wurde die 3. Generation Common Rail mit Piezo-Inline-Injektoren eingeführt. 2004 produzierten Bosch und Siemens VDO Automotive mehr als drei Millionen solcher Injektoren. Für 2006 rechnen sie mit der Produktion von 16 Millionen Einheiten.

Der Erfolg der Piezo-Technologie beim Autofahrer sorgt für Beschäftigung: Allein mit der Herstellung der Piezo-Injektoren sind bei den beiden Unternehmen Bosch und Siemens weltweit rund 9.400 Menschen beschäftigt, davon 6.000 in Deutschland. Zusätzlich finden bei den mittelständisch geprägten Vorlieferanten und Maschinenherstellern weltweit rund 8.000 Menschen Arbeit – auch hier mehrheitlich in Deutschland.

„Die Auszeichnung des Bundespräsidenten erfüllt uns mit Stolz, denn sie würdigt die Anstrengungen der Automobilindustrie um Ökologie und Ökonomie. Ganz besonders freue ich mich für die Preisträger beider Unternehmen und ihre Entwicklungsteams, die im Wettbewerb zueinander die Idee zur Nutzung der Piezo-Technik in stark nachgefragte Produkte umsetzen konnten“, so Dr. Siegfried Dais, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und verantwortlich für Forschung und Entwicklung in der Bosch-Gruppe.

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