Proaktiver Airbag zündet bereits vor dem Aufprall

Der Luftsack hat 25jähriges Jubiläum. Die Zukunft gehört Schutzsystemen, die sich automatisch an die jeweilige Unfallsituation anpassen. Sensoren liefern dazu Daten, um die Schwere eines unvermeidbaren Unfalls frühzeitig zu berechnen.

Genau 25 Jahre ist es her, seit Mercedes-Benz als erster Automobilhersteller den Airbag in das erste Serienfahrzeug einbaute. Realisiert wurde diese im Jahre 1980 lancierte technische Innovation aber erst durch leistungsfähige Informationstechnologie in der damaligen S-Klasse.

Denn die Erfindung selbst reicht viel weiter zurück: Bereits im Jahre 1953 meldete Walter Linderer die Luftkissen in der Fahrerkabine zum Patent an. „Ohne die Fahrzeugelektronik und entsprechende Rechenleistung hätte diese Innovation gar keine Chance gehabt“, sagt Enno Pflug, Sprecher bei Siemens VDO in Schwalbach/Taunus.

Experten von Bosch in Stuttgart entwickelten parallel dazu nach eigenen Angaben das weltweit erste Steuergerät. Die Entwicklung ist auch heute längst noch nicht abgeschlossen. So plant Bosch heute ein Steuermodul, das 70 Prozent kleiner ist als der historische Vorläufer, mit nur noch 85 Bauteilen. Auch auf Seiten der Sensorik gibt es noch Spielraum: „Die Entscheidung auf einen Unfall angemessen zu reagieren, fällt innerhalb von zehn Millisekunden“, sagt Pflug.

Außerdem ist das konventionelle Crash-Testing der unterschiedlichen Fahrzeugmodelle extrem aufwändig und teuer. Deshalb modellieren Wissenschaftler auch beim Airbag mit Hilfe der Computersimulation Kriterien wie die exakte Verformung des Rückhaltesystems. Die von Siemens VDO entwickelten speziellen Sensoren können das Unfallgeräusch schon unmittelbar nach dem Aufprall „hören“.

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