Das traditionelle, langweilige, ganz in Beige und Schwarz gehaltene Gehäuse, das unter den PC-Herstellern so beliebt ist, sucht man beim Dimension 5100 vergeblich, denn Dell hat mit diesem Modell eine neue, mutige Richtung eingeschlagen. Schwarze Gehäuse und Diskettenlaufwerke gehören der Vergangenheit an. Während es die Vorderseite des neuartigen Gehäuses wohl kaum in eine Ausstellung der Tate Gallery schaffen wird, sind die Seitenpartien einfach prächtig und beruhigend weiß gestaltet.

Die Veränderungen an Dells neuer Desktop-Serie beschränken sich jedoch nicht nur auf kosmetische Neuerungen: Der 5100 kann mit bis zu 4 GByte RAM ausgerüstet werden (obwohl aktuelle Windows-Versionen nur 2 GByte davon nutzen können). Es gibt eine Reihe von Festplatteneinstellungen, die RAID-Konfigurationen erlauben, die früher nur den richtig teuren Rechnern vorbehalten waren.

Design

Während die neue weiße Tracht den interessantesten Teil des neuen Designs darstellt, wurden auch am Gehäuse des 5100 Veränderungen vorgenommen, die jetzt einen schnellen Zugriff auf interne Komponenten ermöglichen: Der schwerfällige Öffnungsmechanismus früherer Dell-Desktops wurde verbessert, so dass jetzt die Seitenwand einfach entfernt werden kann. Die Seitenwand wird vom Gehäuse gelöst, indem man am eigens oben am Gehäuse angebrachten Handgriff zieht, wodurch der Blick auf Festplatten, Speicher und PCI-Steckplätze freigegeben wird. Das Wiederanbringen der Seitenwand kann knifflig sein, dennoch wäre eine mit Scharnieren versehene Wand die weniger günstige Lösung gewesen, besonders wenn man nicht richtig an den PC herankommt, weil verschiedenste Dinge im Weg sind.

Der Dell-Rechner wird vermutlich nie die Titelseite eines Design-Magazins zieren, dennoch zeichnet sich der 5100 durch eine recht ungewöhnliche Luftkühlungsmethode aus. Die Vorderseite des Gehäuses besitzt eine durchgehende Aussparung, gleich hinter der Verblendung. Warme Luft aus dem Innern des Gehäuses wird durch die Aussparung an den Seiten abgegeben. Dies ist eine interessante Möglichkeit, die Vorderseite eines Geräts zu kühlen, ohne komplexere Entlüftungskanäle einzubauen. Die Gefahr eines verschandelten Designs (ein in die Vorderfront integrierter Lüfter) wurde gebannt und stattdessen in ein recht elegantes Merkmal des Gehäusedesigns umgewandelt, das gleichzeitig durch Luftstaus hervorgerufene Kühlungsprobleme überwindet, die entstehen, wenn man einen PC mit der Rückseite an eine Wand stellt. Der Dual-Core-Intel-Prozessor im Innern des 5100 kann ziemlich heiß werden – das ist wohl die Erklärung für Dells durchdachte Ausführung des Lüftungssystems.

Die Vorderseite des Gehäuses mit ihrer langweiligen, grau-schwarzen Abdeckung ist ein Rückfall in die nicht gerade aufregende PC-Design-Ära der 1980er. Das Testmodell ist mit DVD-Brenner ausgestattet, ein Diskettenlaufwerk (optional erhältlich) ist nicht mit an Board. In dem Einschub, in dem normalerweise das Diskettenlaufwerk untergebracht ist, befindet sich hier ein Kartenleser für die Formate CF, SMC, MS und SD/MMC – gut für alle Digitalkamerabesitzer. Die Rückseite des Gehäuses ist mit eindeutig bezeichneten Anschlüssen und einem großen Lüftungsgitter ebenfalls makellos und aufgeräumt gestaltet.

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