Während einige andere Modelle der Dell-Dimension-Serie ihre ausdruckslosen Gehäuse abgestreift haben und jetzt in strahlendem Weiß daherkommen, bleibt der XPS grau und silberfarben. Auch wenn sich die Gehäuseform des Geräts nur wenig von der vorangegangener Versionen unterscheidet, befindet sich im Inneren des XPS 600 jetzt ein SLI-System, was bedeutet, dass er mit zwei Grafikkarten bestückt werden kann, was für ziemlich aufregende Spiele-Action sorgt. Wenn man das Spiel zu Peter Jacksons King Kong auf dem XPS und einem 40-Zoll-Fernseher spielt, ist das, als ob man sich einen King-Kong-Anzug überstreift und mit dem Fallschirm über dem Amazonas abspringt.

Das Testgerät erweitert die Grenzen für Desktop-Computer für Privatanwender. Die Daten dieses Desktop-Rechners dürften jeden betören, der die jüngsten Sprünge in der PC-Entwicklung nicht verfolgt hat. Dieser XPS hat ein Terabyte an Festplattenspeicher – jetzt nicht die Schriftgröße des Browsers neu einstellen: ein Terabyte. Das Testgerät ist weiter mit einem DVD-Laufwerk und einen DVD-Brenner ausgestattet. DVDs werden in Minuten gerippt, und beim Wiederverschlüsseln von Video-Streams bietet das Gerät eine für einen fertig zusammengestellten Desktop-Rechner äußerst beeindruckende Leistung. Solche Luxus-Spezifikationen haben natürlich ihren Preis – 4699 Euro inklusive der 1-Terabyte-Festplatten. Ist es das wert?

Design

Das Gehäuse des XPS 600 ähnelt denen der vorangegangenen XPS-Serie. Die Frontseite ist silbergrau mit einer dreieckigen Chromblende, die das Dell-Logo trägt. Hinter der Blende verströmt ein neonblaues Licht seinen beruhigenden Schein. Auch wenn einige die Gestaltung des Gehäuses geschmacklich zweifelhaft finden werden – es lässt unweigerlich an Rallyestreifen und Sportauspuff denken -, ist sie doch ein wenig zurückhaltender als die anderer Gaming-PC-Hersteller. Dell hat sich stets in ähnlicher Weise um Glaubwürdigkeit bei der Gaming-Elite bemüht, wie als wenn BMW versuchen würde, einen Beat-Poeten für sich zu gewinnen. Die bloße Größe und die weite Verbreitung von Dell verhindern, dass dem Hersteller der gleiche Respekt entgegengebracht wird, den kleinere und spezialisiertere Hersteller von Gaming-PCs genießen, zum Beispiel Alienware. Wenn man allerdings vom XPS 600 ausgeht, könnte sich dies ändern.

Das Gehäuse des XPS öffnet sich wie eine große Muschel: Es schwingt auf, gehalten von großen Scharnieren hinten am Gerät. Es müssen keine Schrauben entfernt oder Laschen geöffnet werden. Die gesamte linke Seite des Gehäuses öffnet sich und gibt den Zugang zu PCI-Steckplätzen, Festplatte, Hauptplatine und anderen Komponenten frei. Die Schließe des Gehäuses öffnet sich, wenn man diese Tür leicht nach oben zieht. Das Gehäuse ist leicht zu öffnen, dennoch ist es sehr unwahrscheinlich, dass es sich auf dem Weg zu einer LAN-Party unbeabsichtigt öffnet.

Wie bei den früher getesteten Modellen Dell 5100 und 9100 hat Dell dem Test-Rechner kein Diskettenlaufwerk eingebaut. Wer jedoch ein solches benötigt, um Treibersoftware für ältere Hardware zu installieren, kann für 23,20 Euro eines dazubestellen.

Unter dem DVD-Laufwerk und dem DVD-Brenner des XPS befinden sich CF-, SMC-, MS- und SD/MMC-Kartenleser – diese sind besonders für Digitalfotografen nützlich. Hinter einer kleinen, mit Scharnieren versehenen Klappe befinden sich Firewire-, USB-, Kopfhörer- und Mikrofonanschlüsse. Die Rückseite des XPS ist sehr eine aufgeräumte Angelegenheit mit klar gekennzeichneten Kabelanschlüssen und einem Lüftergitter.

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