USB-Stick als Autoschlüssel – gute Idee oder technischer Flop?

In Frankreich können Autofahrer mit einer kontaktlosen Chipkarte starten und das Fahrzeug entriegeln. Renault hat es mit dem Megane vorgemacht, jetzt will Mazda sein Konzeptmodell Sassou serienreif machen: mit einem USB-Stick als universeller Autoschlüssel. Ob das eine gute Idee ist?

Wer die neueste Top-10-Liste der ungewöhnlichsten Datenverluste in diesem Jahr betrachtet – herausgegeben vom amerikanischen Spezialisten für Datenrettung Kroll Ontrack -, entdeckt einige ausgesprochen skurrile Fallbeispiele. Vertreten ist auch die in der Handhabung vermeintlich so unkomplizierte USB (Universal Serial Bus)-Schnittstelle:

Platz 10: Dr. Phil. unter Strom – Ein Doktorand hatte seine gesamte Dissertation aufgrund eines Stromausfalls verloren. Beim plötzlichen Spannungsabfall am PC wurde ein USB-Flash-Laufwerk beschädigt, auf dem die Forschungsarbeit gespeichert war. Wäre die Datenrettung nicht erfolgreich gewesen, hätte der Doktorand nicht promovieren können.

Platz 7: Hundsgemein – Ein Kunde lies seinen Speicher-Stick unbeaufsichtigt, woraufhin sein Hund diesen als Knochenersatz missbrauchte. Kroll Ontrack konnte alle Daten retten, trotz Biss-Spuren und eines Lochs im Speicher-Stick.

(Quelle: Kroll Ontrack, 6.12.2005)

Zwar haben externe Speichermedien wie USB-Sticks innerhalb weniger Jahre den Markt erobert. Allein die Gesamtzahl aller verkauften Ipods beläuft sich auf über 28 Millionen Geräte. Tendenz stark steigend. Doch könnte der reine Marketingblick auf trendige Lifestyle-Features auch den Blick fürs Wesentliche trüben.

Ein Beispiel: Der Autohersteller Mazda hat einen USB-Stick als Autoschlüssel angekündigt, der als drahtlose Fernbedienung dient und auf eine im Auto eingebaute Festplatte zugreift. Dumm nur, dass ein gestohlenes Auto noch erheblich mehr wert ist als ein gestohlener Computer. Mit ein bisschen Fantasie sind oben beschriebene Schreckensszenarien nämlich durchaus auch im übertragenen Sinne vorstellbar. Zum Beispiel befindet sich der Autoschlüssel nicht immer im Besitz des rechtmäßigen Besitzers.

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