Die Sony Cyber-shot DSC-R1 steht zwischen den benutzerfreundlichen, semiprofessionellen All-in-One-Kameras und den komplizierteren, hochwertigen digitalen Spiegelreflexkameras. Sie verfügt über einen leicht drehbaren LCD-Bildschirm, zahlreiche manuelle Einstellmöglichkeiten mit allem möglichen Schnickschnack, ein scharfes und vielseitiges Carl-Zeiss-Objektiv und einen 10-Megapixel-CMOS-Sensor, der fast genauso groß ausfällt wie die Sensoren typischer digitaler Spiegelreflexkameras.

Die aufgenommenen Bilder sind beeindruckend, und die Kamera selbst ist relativ einfach in der Handhabung, wenn man sich erst einmal mit der Oberfläche angefreundet hat. Es kann eine Weile dauern, bis man alle Funktionen, die auf mehr als ein Dutzend Tasten und Einstellräder verteilt sind, kennt. Aber selbst relativ unbedarfte Neulinge werden in der Lage sein, mit dieser Kamera sofort anständige Fotos zu knipsen.

Design

Die Sony Cyber-shot DSC-R1 ist ein Koloss in den Reihen der semiprofessionellen All-in-One-Kameras: Mit einem Gewicht von 929 Gramm ist sie das schwerste bisher getestete Modell, und Abmessungen von 139 mal 98 mal 156 Millimetern machen es unmöglich, sie in einer Hosen- oder Jackentasche zu verstauen. Aufgrund ihres großen Zoomobjektivs herrscht auf der linken Seite ein ziemliches Übergewicht, dennoch ist der Handgriff auf der rechten Seite stabil genug, um sie mit einer Hand zu halten.

Das Design der DSC-R1 ist eher ungewöhnlich. Beispielsweise klappt man den auf der Oberseite befindlichen 51 Millimeter großen LCD-Bildschirm (2 Zoll) hoch und dreht ihn um. So kann der Fotograf den Bildschirm aus fast jedem Blickwinkel erkennen – man kann die Kamera sogar in Hüfthöhe halten und aus dieser Perspektive knipsen. Nachteil dabei ist, dass man sich bei jeder neuen Benutzung die Zeit nehmen muss, den Bildschirm auszurichten, es sei denn, man klappt das LCD nicht herunter, wenn man die Kamera ausschaltet.

Die DSC-R1 kann auf den ersten Griff abschreckend wirken. Aber je mehr man sich mit ihr beschäftigt, desto klarer wird die dahinter stehende Logik – die am häufigsten genutzten Funktionen sind einfach zu erreichen, wenn man durch den Sucher oder auf das LCD schaut. Einige andere Funktionen – Belichtungsreihen, Kontrast, Selbstauslöser und Wiedergabezoom – sind weniger geschickt unter dem hervorstehenden Sucher platziert; man wird diese Einstellungen freilich kaum bei jeder Aufnahme ändern.

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