Die Kodak Easyshare Z7590 sieht auf dem Papier großartig aus: Sie bietet einen zehnfachen optischen Zoom, eine 5-Megapixel-Auflösung, einen elektronischen Sucher in bester Spiegelreflexkameramanier und eine manuelle Belichtungssteuerung. Leider erzählen die Fotos eine andere Geschichte. Zahlreiche Artefakte, darunter violette Farbsäume an Spitzlichtern und Bildrauschen bei höheren ISO-Einstellungen lassen den Attraktivitätsgrad dieser Kamera sinken.

Dennoch werden Annehmlichkeiten wie ein Serienbildmodus, der für Bewegungsaufnahmen geeignet ist, und ein handelsüblicher PC-Anschluss (PC steht für die Verschlussform Prontor-Compur, nicht für Personal Computer) für einen externen Blitz alle Fotografen ansprechen, die gern mit verschiedensten Funktionen experimentieren.

Design

Designtechnisch hat die Kamera viel mit ihrer 4-Megapixel-Cousine, der Easyshare DX6490, gemein, kostet aber rund 150 Euro mehr und verfügt über einen doppelt so großen internen Speicher (32 MByte), fast ein Dutzend mehr Szenenmodi, einen PC-Blitzanschluss und die Fähigkeit, das JPEG-Komprimierungsverhältnis (Standard oder Fein) einzustellen. Die Z7590 bietet außerdem einen doppelt so großen Wiedergabezoom (8fach). Trotz der kastenförmigen Abmessungen von 99 mal 81 mal 79 mm ist die 340 Gramm schwere Kamera dank ihres Handgriffs bequem in der Handhabung und auch für einhändige Bedienung geeignet. Die am häufigsten genutzten Bedienelemente sind leicht zu erreichen, ohne dass man sich verrenken müsste.

Sport- und Tierfotografen werden das Zoomobjektiv zu schätzen wissen, das bei einer 35-mm-Kleinbildkamera einen Brennweitenbereich von 38 mm bis 380 mm abdecken würde, jedoch einiges an Weitwinkel zugunsten des Heranzoomens entfernter Objekte opfert. Das Objektiv bietet Blendeneinstellungen von f/2,8 bis f/8 im Weitwinkelmodus und f/3,7 bis f/8 im Telemodus. Den Autofokus können Benutzer im Makromodus auf Entfernungen bis zu 120 Millimetern nutzen. Es gibt keinen manuellen Fokus, aber man kann einen Fokusbereich wählen, indem man vom 3-Zonen-Autofokus zur mittenbetonten Autofokusauswahl oder Auswahlzone wechselt.

Es gibt zahlreiche Tasten, um Freunde von manueller Steuerung zufrieden zu stellen. Wenn man erst einmal alle Optionen gemeistert hat, wird man die cleveren Funktionen schätzen. Beispielsweise erreicht man mit seinem Zeigefinger vom Auslöser aus problemlos das Einstellrad auf der Vorderseite und kann dann am Rad drehen, um verschiedene Einstellungen wie Blende, Verschlussgeschwindigkeit, Belichtungsausgleich und ISO-Empfindlichkeit anzupassen. Dann einfach auf das Rad drücken, wenn die gewünschte Einstellung im Sucher markiert ist, und das Rad leicht bewegen, um die Einstellung vorzunehmen. Die Kamera verfügt über einzelne Knöpfe für Blitzoptionen und Makromodus sowie eine gemeinsame Taste für Belichtungsreihenintervalle und zwei verschiedene Serienbildmodi.

Sowohl das 56 Millimeter große LCD (2,2 Zoll) als auch der interne elektronische Sucher sind hell und leicht zu erkennen, aber auch anfällig für Ghosting, wenn die Kamera geschwenkt oder gekippt wird, um sich bewegende Motive einzufangen. Die Elektronik erhöht die Helligkeit des LCDs bei schlechten Lichtverhältnissen und verstärkt dadurch gleichzeitig die störenden mehrfarbigen Flecken, die durch Bildschirmrauschen hervorgerufen werden.

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