Wie groß ist der Wunsch nach einem High-Definition-Camcorder? Diese Frage müssen sich Benutzer stellen, wenn sie den Camcorder-Markt für Geräte zu fast 2000 Euro überblicken. Denn auch die Sony Handycam HDR-HC1 kostet deutlich über 1500 Euro.

Einerseits liefert der 2,8-Megapixel-CMOS-Sensor der HC1 sichtbar schärferes HD-Videomaterial mit 1080i (über das HDV-Format) und Standard-Mini-DV in einem überraschend kompakten und größtenteils gut gestalteten Gehäuse. Andererseits konkurriert die Handycam in ihrer Preisklasse mit 3-Chip-Modellen wie dem AG-DVC30 von Panasonic, die für weitaus bessere Farbtreue und Dynamikumfang sowie einfacher zu bearbeitendes Videomaterial sorgen. Und man hat ja auch immer noch die Möglichkeit, sich für ein günstigeres Modell zu entscheiden, das nur mit Standard-DV im Breitbildformat aufzeichnet.

Design

Benutzer, die gern bei ihren Aufnahmen mit vielen Einstellungen experimentieren und ausgiebig den Sucher benutzen, sollten die Finger von der Sony Handycam HDR-HC1 lassen. Obwohl dieses Modell einen ausgezeichneten Sucher und eine gute Auswahl an Optimierungsoptionen bietet, gibt das Design der HC1 eher die Benutzung des LCD für Aufnahmen vor.

Wie bei den meisten Camcordern für den Privatgebrauch hat Sony auch der HDR-HC1 ein Touch-Screen-Menüsystem spendiert, das recht nervig werden kann, wenn man mithilfe des Suchers aufnimmt. Um beispielsweise den Weißabgleich einzustellen, muss man den Camcorder vom Auge nehmen, das LCD aufklappen (was immer reichlich Akkustrom verbraucht), die entsprechende Option auswählen, das LCD wieder schließen und den Sucher wieder ans Auge führen, um die Aufnahme fortzusetzen.

Noch mühsamer ist die Feineinstellung für den Weißabgleich vorzunehmen: Hier muss sich der Benutzer mit einem Schieberegler auf dem Bildschirm herumplagen und ziemlich kleine Symbole für Plus und Minus berühren – womit das Attribut „Fein“ getrost aus dem Wort Feineinstellung gestrichen werden kann. Natürlich ist der Touchscreen für Spotfokus und Spotmessung von unschätzbarem Wert. Sony muss die richtige Mischung aus Touchscreen und physischen Bedienelementen für Modelle wie dieses noch finden.

Der HC1 ist vielleicht nicht der am effizientesten gestaltete Camcorder, aber er ist sowohl äußerst stabil als auch kompakt. Bei einem Gewicht von etwa 700 Gramm kann man sie auch über einen längeren Zeitraum bequem halten. Ein strukturierter Kunststoffstreifen auf der Oberseite zeigt dem Benutzer, wo er den Camcorder mit der rechten Hand festhalten sollte. Alle anderen Finger finden ganz natürlich ihren Platz auf den restlichen Bedienelementen. Den besonders komfortablen Sucher kann man in der Höhe verstellen. Er verfügt sowohl über eine große Augenmuschel als auch einen hellen Bildschirm.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Extrascharfe HDV-Kamera: Sony HDR-HC1

  • Am 2. August 2009 um 12:28 von pit zuckowski

    Qualität HDR-HC1 großartig
    Ehrlich gesagt bin ich wegen der HC1E richtig sauer auf Sony. Vor ein paar Tagen habe ich durch Zufall von einem Foto- und Video Laden in Freilassing, das Angebot bekommen, eine nur sehr wenig gebrauchte HC1E zu erwerben. Nun habe ich die ersten Probeaufnahmen gemacht und bin vollkommen weg über die Bildqualität. Ich glaube, das ich das als Kameramann und Produzent nach 25 Berufsjahren auch ganz gut beurteilen kann. Und nun kommts. Ich habe die Bildqualität mit einer unserer Profi Industriefilm Kameras abgeglichen, einem Sony Kamerakopf D50 mit einem DVC Pro 50 Doc Recorder hinten dran (vergleichbar Digital Betacam). Die Bildqualität der kleinen Sony Hobbyfilmer Kamera ist bei down converted export, also von aufgezeicnetem HDV mit dem kamerainternen Konverter optisch annähernd gleich. Auf der D50 (offziell eine Industriefilm Kamera eine Stufe unter den Top Modellen, aber eigentlich so gut wie die große Digi Beta) steckt aber ein großes 2/3" Objektiv und der Chip ist entsprechend größer. Vor allem bekommt man für den damaligen Kaufpreis des Systems inklusive Objektiv, gut 25 solcher HC1E. Der Ton der kleinen Kamera ist nahezu rauschfrei und glasklar. Der Laufwerksmotor ist kaum zu hören. Die D50 produziert dagegen ein mörderisches Grundrauschen, dass offensichtlich vom Kondensator verursacht wird. DasRauschen liegt außerhalb der von der ARD zulässigen Werte.
    (Technischer Prüfbericht der ARD Prüfanstalt in Nürnberg liegt vor). Sony kann das angeblich nicht ändern. Das Händling der kleinen HC ist nicht genial, aber ok. Wenn man eine Hutze auf den Sucher zieht, gibt es auch keine Probleme mit der Sonneneinstrahlung. Der Sucher der HC1E ist besser als ein Standard Profi Sucher für 1500,00 Euro auf der großen D 50. Einziges Manko: Bei manuellem Exposure (Belichtung) sind die Stufen bei der HC zu grob und der 70% Zebra ist zu wenig präzise. Es ist besser, mit 100% Zebra zu arbeiten. Die bei HD so problematische Schärfeneinstellung ist bei der HC hervorragend gelöst. Beste Lösung für gute Ergebnisse: Focus auf Automatic lassen, Belichtung über Automatic grob einstellen. Dann auf manuell umschalten und eine Step nach unten korrigieren. Die Ausbeute gelungener Bilder ist dann bei gut 70%.

    Meine Empfehlung: Wer immer eine Chance hat, an eine HC1E zu kommen, professionelle Ansprüche anmeldet und sich nicht von einigem Gefummel verrückt machen läßt, sollte die Chance, sie zu erwerben, nicht vorüber ziehen lassen. Das Gerät ist klasse und es lassen sich damit sogar nach EBU Nom sendefähige TV Beiträge zumindest downconverted in SD herstellen. Die berechtigt angemeldeten Mängel, wie etwa HD nur interlaced und fehlendes 720 P kann man vernachlässigen, auch die kleinen Mängel im Handling. Ich habe vor dieser Kamera eine kleine Panasonic HD Kamera mit AVCHD zum Herumspielen eingesetzt. Da liegen trotz der vollen 1920 x1080 bei der Panasonic Welten zwischen den Systemen. Außerdem finde ich die Bandlösung einfach ideal. 120 Min. HD Speicherung für ein paar Euro, ist eine ausgesprochen ökonomische Lösung. Einzig ärgerlich ist die Spezial Schuh Geschichte für externe Mikrophone.
    Aber das ist wieder typisch für Sony und grenzt an Microsoft Methoden- Kaufzwang für Sony Zubehör. Für ambitionierte Hobbyfilmer oder solche, die ihre Urlaubsfilmchen gern auf dem großen Flachbildschirm betrachten, ist das eine tolle Kamera. Das muss ich leider konstatieren, obwohl ich wegen der Probleme mit unserer D50 und dem schlechten Kundenservice im Profibereich nicht wirklich gut auf Sony zu sprechen bin.

  • Am 26. Oktober 2009 um 07:16 von melani

    Sony HDR-HC1
    Sony HDR-HC1 ist wirklich super,gefällt mir besonders gut!Ich danke sehr an den Autor für diese alle Infos,die sind echt sehr nützlich für mich!Man muss unbedingt Sony HDR-HC1 kaufen!

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