Philips bastelt an einem neuen System für 3D-Fernsehen

Unternehmenssparte Unterhaltungselektronik wird umstrukturiert

Philips will schon in zwei Jahren HDTV-Geräte auf den Markt bringen, die Filme dreidimensional wiedergeben können. Die Technologie stecke noch in der Entwicklungsphase, öffentliche Vorführungen gebe es noch keine, sagt Philips-CEO Rudy Provoost bei der Unterhaltungselektronik-Messe CES in Las Vegas. Obwohl die Hollywood-Studios noch nicht in 3D produzieren, können die Konsumenten mit diesem Gerät und 2D high-definition-disks Filme und Videos in zwei Jahren dreidimensional erleben, kündigt Provoost an. Philips rechnet damit, dass Hollywood in 3D produzieren wird, sobald sich das System durchsetzt.

Die 3D-Experimente von Philips sind Teil einer Umstrukturierung der Unternehmenssparte Unterhaltungselektronik. Seit er an der Spitze der Consumer-Electronics-Sparte steht hat Provoost die Produktpalette von Philips verkleinert und das hochpreisige Segment aufgewertet. Das Unternehmen ist nun in zwei Gruppen geteilt: eine konzentriert sich auf Premium-Produkte, die zweite arbeitet an DVD-Playern und anderen bewährten Geräten. Die Absatzzahlen haben sich seit Beginn der Umstrukturierung 2004 in Nordamerika, Asien und Lateinamerika erholt.

Provoost hat bei der Messe auch den Wettlauf um den DVD-Standard der nächsten Generation zwischen HD DVD und Blu-ray angesprochen. Obwohl sich die beiden Standards technisch unterscheiden, würden die Konsortien hinter den Technologien um essentielle Einnahmen kämpfen, sagt Provoost. „Alle hoffen auf die Refinanzierung ihrer Investition“, so der Unterhaltungselektronik-CEO in Las Vegas. Philips unterstützt die Blu-ray-Gruppe und hat maßgeblich an der Entwicklung der Technologie mitgearbeitet. Den ersten Blu-ray-Player hat der Konzern für die zweite Jahreshälfte 2006 angekündigt.

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