Altgediente Digitalfotografen, die immer noch voller Nostalgie die Nikon Coolpix 900-Reihe pflegen, werden von der Wiederauferstehung des Schwenkobjektivs der Coolpix S4 nach fast drei Jahren begeistert sein. Die S4 ist insgesamt eine kompaktere Erscheinung mit einer Auflösung von sechs Megapixeln, einem 10-fachen Zoomobjektiv, einem 64 Millimeter (2,5 Zoll) großen LCD-Display und Nikons charakteristischen benutzerfreundlichen Funktionen. Aber die fehlenden Möglichkeiten zur manuellen Einstellung machen diese kompakte Schnappschuss-Kamera zu einer eher schlechten Wahl für Innen- oder Bewegungsaufnahmen.

Design

Obwohl die Form der Coolpix S4 an ältere Nikon-Modelle mit schwenkbarem Objektiv erinnert, sieht sie neben der klassischen Coolpix 995 schön kompakt aus. Mit Abmessung von 112 mal 69 mal 36 Millimeter und einem Gewicht von 204 Gramm misst die silberfarbene Nikon Coolpix S4 in Höhe, Breite und Tiefe jeweils mindestens 25 Millimeter weniger als die 990 und wiegt nur etwa halb so viel wie ihre Vorgängerin.

Abgesehen von der Familienähnlichkeit zeichnet sich die neueste Coolpix mit Schwenkobjektiv durch ein ultramodernes Design aus. Man kann (und muss) die Aufnahmen auf dem LCD arrangieren und kontrollieren – einen optischen Sucher gibt es nicht. Und anstelle eines Aufklappblitzes hat Nikon ein winziges Blitzgerät gleich neben dem Objektiv eingebaut.

Das schwenkbare Objektiv ist ein großer Vorteil für Fotografen, die gern Selbstporträts aufnehmen, und gibt ihnen die Freiheit, Motive aus ungewöhnlichen Perspektiven aufzunehmen, beispielsweise aus der Hüfte oder von oben. Objektiv und LCD können gegeneinander verdreht werden, um so das LCD dem Benutzer immer zugewandt zu lassen. Werden Objektiv und LCD beide auf den Fotografen ausgerichtet, wird die Anzeige vertikal gespiegelt, so dass das Bild immer richtig ausgerichtet bleibt. Das LCD ist groß genug, um die Kamera auf einem Stativ zu befestigen und die Bildkomposition vorzunehmen, wenn man sich mit dem Selbstauslöser fotografieren will.

Die Nikon Coolpix S4 ist für den beidhändigen Gebrauch ausgelegt. Hält man die Kamera, wie es am bequemsten wäre, nur mit einer Hand fest, verdeckt der rechte Daumen zwei Drittel des LCDs. Nimmt man aber beide Hände, ist es möglich, den Zeigefinger auf den auf der Oberseite befindlichen Auslöser zu legen und gleichzeitig den Zoomhebel zu bedienen. Nikon hat außerdem ein Mikrofon, einen Lautsprecher, eine Ein-/Aus-Taste mit Betriebsanzeige und einen Schieberregler für verschiedene Modi (Aufnahme, Motivprogramme und Film) auf der Oberseite untergebracht.

Die Rückseite wird fast vollständig vom LCD-Display eingenommen, bietet aber zudem Platz für vier einzelne Tasten und eine Vier-Wege-Taste, mit der man in den Menüs navigieren, den Selbstauslöser bedienen, die Blitzoptionen und den Makromodus aktivieren kann. Mit den vier Einzeltasten stellt man die Optionen für die Displayinformationen ein, löscht das zuletzt aufgenommene Bild, ruft das Menüsystem auf und wechselt in die Wiedergabevorschau. Aufgrund dieser minimalistischen Anzahl an Bedienelementen muss man die Belichtung (+/- 2 LW in 1/3-LW-Schritten), den Weißabgleich, die ISO-Empfindlichkeit und andere Einstellungen mithilfe der Menüs vornehmen. Die gut gestalteten Menüs sind in ein zweiseitiges Aufnahmemenü und ein vierseitiges Setupmenü aufgeteilt. Beide zeigen großen, leicht zu lesenden Text und aussagekräftige Markierungen.

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