Nahtloser Übergang: Telefonieren im und außerhalb des Autos

Was kommt nach der Freisprechanlage? In Irland arbeiten Forscher am Waterford Institute of Technology daran, dass man nicht nur im Auto telefonieren, sondern seine Anrufe auch überall mit hinnehmen kann.

Das Szenario: Das Telefon klingelt. Der Angerufene nimmt zu Hause das VoIP-Telefonat mit Headset an seinem Laptop entgegen. Wenn er die Wohnung verlässt, wird das Gespräch automatisch in das GSM-Netz und damit an seinen Telefon-PDA weitergeleitet. Im Wagen übernimmt die Freisprechanlage das Gespräch und gibt erst dann die Motorsperre frei. Solange der Wagen steht, kann der Nutzer eine Videokonferenz auf dem Bildschirm des Navigationssystems verfolgen, sobald er losfährt, wird der Bildschirm abgeschaltet. Kommt er am Ziel an und stellt den Wagen ab, geht das Gespräch wieder auf den Telefon-PDA und wird, erst einmal im eigenen Büro angekommen, als Video-Konferenz auf das dortige Display geworfen.

Das Forschungsprojekt Daidalos steht für „Designing Advanced Network Interfaces for the Delivery and Administration of Location Independent, Optimised personal Services“. Die Idee dahinter lautet: Der Nutzer soll so viel wie möglich von neuen Technologien profitieren ohne sich mit ihnen beschäftigen zu müssen. „Es sind Dienste, die eben nicht an einen Ort gebunden sind, sondern an eine Person und ihre persönlichen Geräte – in diesem Fall Auto, Telefon und PDA, “ erklärt Tom Pfeifer, Director of Research in Ubiquitous and Pervasive Computing am Waterford Institute of Technology (WIT).

Pfeifer und seine Kollegen entwickeln ihre Software auf der Basis von Open-Source-Lizenzen und verwenden als Kommunikationsprotokoll IPv6. Basierend auf der Open Services Gateway Initiative (OSGI) soll das Produkt dem Fahrer Java-basierte Dienste anbieten, die nicht auf ein Gerät (etwa das Handy) begrenzt sind, sondern sich über alle seine Kommunikationskanäle erstrecken. Das WIT arbeitet daran, dass in fünf bis zehn Jahren die entsprechenden Techniken marktreif sind, der Prototyp funktioniert bereits. Einige der Entwicklungen fahren bereits heute auf Deutschlands Straßen: Der neue 5er BMW verwendet in seinen High-End-Navigationssystemen heute schon mit OSGI die gleiche Grundlage wie die Daidalos-Produkte.

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