Heutzutage verfügen die meisten Laptop-Rechner ab Werk über eine Wi-Fi-Ausstattung, außerdem sind auch für ältere Geräte genormte Adapter zum Nachrüsten erhältlich. Nicht nur deshalb wird die Verwendung von Wi-Fi zur Übertragung von Bildern zwischen Digitalkamera und Computer zu einer immer attraktiveren Option.

Obwohl Canon nicht der erste Hersteller ist, der eine Kamera mit Wi-Fi-Fähigkeiten versehen hat (auch Kodak und Nikon haben bereits solche Geräte im Angebot) hat Canon mit seiner knapp 500 Euro teuren Digital Ixus Wireless hier einen Leckerbissen für alle herausgebracht, die gerne mit einem Fernauslöser arbeiten. Das Resultat ist eine extrem kompakte 5-Megapixel-Kamera, bei der es sich im Grunde um eine Ixus 50 mit einem geringfügig anderen Gehäuse und einem eingebauten Wi-Fi-Sender handelt.

Ausstattung

Wie auch die Ixus 50 (die etwas preisgünstiger ist) besitzt die Canon Powershot SD430 ein Objektiv, dessen Brennweite 35 bis 105 mm bei einer 35-Millimeter-Kamera entspricht, mit einer vergleichsweise geringen Maximalblende von f/2,8 bis f/4,9. Hinzu kommen ein 51-Millimeter-LCD (2,0 Zoll), ein optischer Sucher, begrenzte manuelle Einstellmöglichkeiten, rasche Reaktionszeiten sowie eine mittelmäßige Bildqualität. Die Ixus Wireless unterscheidet sich jedoch von der Ixus 50 wie auch von ihrer Wi-Fi-Konkurrenz durch ihre beeindruckenden Fernsteuerungs-Möglichkeiten.

Während die Easyshare One von Kodak Aufnahmen über einen Wi-Fi-Hotspot mit Internetanbindung in eine Online-Galerie einstellen und den Link per E-Mail versenden kann (das kann keine andere Kamera), müssen dort alle Bildübertragungen nach der Aufnahme im Wiedergabemodus erfolgen. Die Coolpix P1 und die Coolpix P2 von Nikon können Bilder auf eine Speicherkarte oder einen Wi-Fi-fähigen Computer übertragen, aber die Aufnahmefunktionen können nicht ferngesteuert werden. Die Ixus Wireless kann dagegen nicht nur automatisch Bilder übertragen, es können auch fast alle ihre Funktionen, von den Einstellungen bis zur Bildübertragung, mittels eines Wi-Fi-fähigen Computers ferngesteuert werden.

Mit dem Hilfsprogramm Remotecapture von Canon, das derzeit nur auf Windows XP SP2 läuft, kann der Besitzer einer Ixus Wireless den Zoom, die Bildgröße und den Komprimierungsgrad, die Lichtempfindlichkeit, den Weißabgleich, die Messmethode, den Farbmodus, den Fokuspunkt, den Makromodus, die Autofokuseinstellung sowie den Blitzmodus aus der Ferne steuern. Es gibt eine Live-Bildvorschau, die bei Bedarf abgeschaltet werden kann, um den Akku der Kamera zu schonen, und die Aufnahmen können auf einer Speicherkarte, auf einem Computer oder auf beidem gesichert werden. Im Modus für automatische Intervallaufnahmen ist die Anzahl der speicherbaren Bilder (theoretisch bis zu 99.999 Aufnahmen) nur durch den zur Verfügung stehenden Speicherplatz begrenzt. Generell empfiehlt sich für Aufnahmen mit Fernsteuerung ein zusätzliches Netzteil.

Wi-Fi-Funktionalität

Abgerundet wird die Reihe der Wi-Fi-Funktionen der Ixus Wireless von Canon durch eine Option zum drahtlosen Ausdrucken ohne Einsatz eines Computers. Der Kamera liegt ein Wi-Fi-Adapter bei, der an den Pict-Bridge-kompatiblen USB-Eingang eines Druckes angeschlossen wird, der normalerweise zum Anschluss eines Kamerakabels dient. Leider ist dies momentan nur mit Druckern von Canon möglich. Mit einem Canon Selphy CP510 funktioniert diese Option jedoch ohne Probleme: Man muss lediglich eine Menüeinstellung an der Kamera vornehmen und eine Setup-Taste auf dem Adapter drücken. Die Wi-Fi-Einstellungen für die Fernbedienung per Computer gehen auch leicht von der Hand und in der Gebrauchsanleitung ist der ganze Vorgang deutlich erklärt.

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