GPS spürt gestohlene Autos auf – doch Deutschland ist dagegen

Auto gestohlen? Per GPS wäre es leicht zu finden: Die Mobilkom Austria, Google Earth, ein Automobilclub und ein Fahrzeug-Tracking-System im Zusammenspiel können nach spätestens zwei Stunden ein Fahrzeug orten. Doch hierzulande wird gegen das Verfahren gemauert.

Der geklaute S-Klasse-Mercedes S320 CDI stand mitten in Belgrad. Am helllichten Tag war das Fahrzeug zuvor von einem öffentlichen Parkplatz in Deutschland gestohlen worden. Gefunden wurde es durch Satellitensignale, Mobilkom Austria, Google Earth, einem Automobilclub und einem Fahrzeug-Tracking-System, das das Auto auch stillgelegt hatte. Sichergestellt hat es eine örtliche Interpol-Einheit.

Der Fall gehört nicht in die Kategorie Science-Fiction, sondern zum Alltag der österreichischen Entwicklungs- und Vertriebsgesellschaft Dolphin Technologies. Sie stellt unter anderem KFZ-Tracking-Systeme her. Nach Unternehmensangaben sei damit eine 100prozentige Rückführungsquote zu verbuchen, beziehungsweise ein Auffinden der Autos nach spätestens zwei Stunden.

Das Paradepferd im Stall dieses Herstellers trägt die Bezeichnung „Satalarm“. Das Produkt, das in Deutschland von Directed Electronics Europe erhältlich ist, besteht aus einem Neigungssensor und Erschütterungsmelder, die Abschleppversuche, Parkschäden und Unfälle registrieren. Die sind verpackt in ein recht unspektakulär wirkendes kleines schwarzes Kästchen, das mit einem Zusatzmodul an ein Datenbussystem (Can oder K-Bus) angeschlossen werden kann. Darüber hinaus verfügt die Black-Box über einen 12-Kanal-GPS-Empfänger, so dass die Ereignisse direkt mit geografischen Angaben verknüpft werden. Die Fahrzeugposition lässt sich aber auch – wie bei jedem Handy – mittels GSM-Zellortung ermitteln.

Nach Angaben des Herstellers kann das Ortungssystem innerhalb von drei bis fünf Stunden an rund 60 verschiedenen Plätzen eingebaut werden. Dieses Verstecken mache es Automardern schwer, die Box zu zerstören, zu deaktivieren oder zu entfernen, so Pressesprecher Phillipp Gattermayer. Der einmalige Aufwand für die Installation belaufe sich je nach Fahrzeugtyp auf 1400 bis 1800 Euro.

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