Der beeindruckend kleine Cowon Iaudio U3 ist kaum größer als ein Feuerzeug und in Weiß oder Schwarz erhältlich. So schön seine runden Ecken und einfachen Bedienelemente sind, so wenig inspiriert wirkt das Gesamtdesign. Das Gehäuse fühlt sich wie billiger Kunststoff an und reicht bei weitem nicht an den Stil eines Ipod nano oder eines Iriver T30 heran. Dennoch ist der Player sehr kompakt: Er misst nur 71 mal 33 mal 18 Millimeter, wiegt gerade mal 31 Gramm und liegt sehr angenehm in der Hand.

Der Iaudio U3 ist fast identisch mit seinem Vorgänger, dem U2, aber etwas dicker. Er besitzt eine etwas größere Version des kleinen 4-Wege-Joysticks, die gleichen Line-In- und Kopfhöreranschlüsse am einen Ende und den gleichen USB-Anschluss am anderen Ende. Allerdings haben sich die Knöpfe auf der Oberseite leicht verändert, und zwar zum Vorteil: Zusätzlich zu den Aufnahme- und Start-/Pause-Knöpfen gibt es jetzt auch einen Knopf für den schnellen Zugriff auf die Onscreen-Optionen. Der U3 verfügt nun auch über eine Hold-Taste. Der neue Joystick wirkt dagegen etwas schwammiger als die exakte Steuerung am U2.

Obwohl die Bedienelemente einfach gestaltet sind, wirken viele Aspekte in der Oberfläche des Iaudio U3 verwirrend. Besonders wenn man das attraktive, farbenfrohe Hauptmenü verlässt und in die Mediensammlung eintaucht, ist nicht immer klar, wie man navigieren muss. Will man etwa vom Wiedergabe-Bildschirm zum Auswahl-Bildschirm wechseln, sagt einem die Erfahrung, dazu den Menü-Knopf zu drücken, doch führt dieser zum Hauptmenü zurück. Stattdessen muss man den Joystick niederdrücken. Es dauert ein Weile, bis man mit diesen Kniffen zurechtkommt, aber schließlich findet man den Dreh dann doch.

Derzeit ist der Iaudio U3 ein UMS-Gerät, das als Laufwerk angezeigt wird. Zwar mag die Ordner-basierte Navigation des U3 manchen Benutzern als flexibel und logisch erscheinen, doch ziehen andere vielleicht eine Tag-basierte Schnittstelle vor, ein Merkmal, das Cowon bei einem der nächsten Firmware-Updates zusammen mit MTP- und DRM-Kompatibilität einführen sollte.

Ein Teil des Problems ist das Display. Zwar ist das 160 mal 128 Pixel große TFT-LCD-Display mit 260.000 Farben extrem scharf und hell, doch misst es nur 30 Millimeter in der Diagonale. Cowon schafft es, auf diesem geringen Platz jede Menge Informationen zu den Songs unterzubringen, doch ist der Text selbst für Leute mit scharfen Augen viel zu winzig. Auch wenn das Ansehen von Fotos und Videos zunächst ein nettes Extra zu sein scheint, wird die geringe Größe schnell lästig. Letztlich wird man den Player daher kaum für etwas anderes als zum Musik hören gebrauchen. Im Grunde ist der Iaudio U3 ja ohnehin ein MP3-Player, der zufällig auch Video wiedergeben kann – da kann man durchaus etwas nachsichtig sein.

Kleine Flashplayer wie der Iaudio U3 sind natürlich zum Mitnehmen gedacht, doch Cowon liefert weder Hals- oder Armband noch eine Transportbox mit, obwohl in dem Gerät ein Loch für eine Schlaufe vorhanden ist. Das einzige Zubehör sind Ohrhörer, ein Stereokabel, ein USB-Kabel und ein Schlüsselanhänger-USB-Dongle, um unterwegs Dateien übertragen zu können.

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