Diesel-Rennwagen: Bald in der Formel1?

Der vormals als Russschleuder verschriene Diesel-Antrieb feiert neue Absatzrekorde. Auch auf der Rennstrecke hat das Verfahren mittlerweile die Nase vorn – etwa im Audi R10 TDI beim 12-Stunden-Rennen von Sebring, USA.

Der Diesel-Motor ist der Renner der Saison – und das nicht nur im übertragenen Sinne. Der neue Audi R10 TDI feierte nämlich im März einen erfolgreichen Einstand in den Motorsport und siegte beim 12-Stunden-Rennen von Sebring, Florida. Beim Langstreckenklassiker legte der Bolide auf dem rund 3,7 Meilen langen Kurs insgesamt 349 Runden zurück.

Bosch als Entwicklungspartner liefert für das Common-Rail-Einspritzsystem des R10 TDI Systemkomponenten, die gemeinsam mit Audi Sport entwickelt wurden. Das Steuergerät hat der Bosch Motorsportdienst neu aufgebaut. „Der Sieg ist eine großartige Leistung, und wir sind natürlich stolz darauf, dass Bosch-Technik beim Erfolg des Audi R10 TDI eine Schlüsselrolle gespielt hat“, so Ulrich Dohle, Vorsitzender des Bereichsvorstands Dieselsysteme bei Bosch. „Die moderne Hochdruck-Einspritztechnik hat Diesel-Serienfahrzeuge zu sauberen und sparsamen Sportlern gemacht. Nun zeigt der Diesel mit Audi und Bosch auch auf der Rennstrecke seine Leistungsfähigkeit.“

Den Saisonhöhepunkt bildet am 17. und 18. Juni das 24-Stunden-Rennen in Le Mans, Frankreich, wo der R10 TDI als nächstes starten wird. Dort zahlte sich schon in den vergangenen Jahren die hervorragende Teamarbeit mit Audi aus: Le-Mans-Rennwagen von Audi mit der gemeinsam entwickelten Benzin-Direkteinspritzung von Bosch siegten in den Jahren 2005, 2004, 2002 und 2001, das Fahrzeug der Konzerntochter Bentley 2003.

Dieselmotoren sind leistungsstark und haben einen geringen Verbrauch. Diese Vorteile helfen gerade bei Langstreckenrennen wie dem 12-Stunden-Rennen in Sebring oder dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans. „Der Markt für Diesel-Pkw in den Vereinigten Staaten wächst ständig. Der Erfolg des Audi R10 TDI hier in Sebring hilft daher immens, weil er die Vorteile moderner Dieseltechnik so nachdrücklich aufzeigt“, erläutert John Moulton, Leiter des Bereichs Triebstrang der Bosch-Tochtergesellschaft in den USA.

Bosch hat seine gesamten Motorsport-Aktivitäten in einem eigenen Bereich zusammengefasst, dem Motorsportdienst. Er ist Teil der auf Ingenieurdienstleistungen spezialisierten Tochtergesellschaft Bosch Engineering GmbH. Dabei kann man bereits auf eine lange Tradition zurückblicken: Bereits 1903 verhalf erstmals Technik von Bosch Autorennfahrern zum Sieg.

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