Wie alle Hersteller versucht auch Samsung, seine neuen Modelle graziler zu bauen als die Konkurrenz. Und die Koreaner haben es geschafft: Das Riegelhandy ist so klein wie eine Scheckkarte und nur 8,9 Millimeter dick. Doch trotz kompakter Bauweise hat die Nummer drei unter den Handyherstellern jede Menge Technik in das Taschentelefon gepackt: MP3-Player, 1,3-Megapixel-Kamera, Freisprecheinrichtung, Bluetooth und USB sind nur ein paar der nennenswerten Features.

Ob die Technik zufriedenstellend arbeitet oder das Handy einfach nur ein optischer Hingucker bleibt, zeigt der Test. Fest steht: Handys, die sich serienmäßig in Leder hüllen, sind eher selten. Darum kann man das SGH-P300 allein schon deshalb guten Gewissens ein Highlight in der Handywelt nennen.

Design

Das Samsung SGH-P300 entzweit in der Geschmacksfrage die Gemüter: Während die einen fasziniert vom Lederetui und dem gebürsteten Stahl schwärmen, erinnert das Handy-Design andere eher an einen simplen Taschenrechner aus den 80er Jahren. In der Hand fühlt es sich jedoch gut an – da sind sich beide Lager einig. Das mag zum einen an dem Gewicht von 81 Gramm liegen, zum anderen an den geringen Maßen von 88 mal 55 mal 8,9 Millimetern. Zum positiven Gesamteindruck trägt auch das 49 mal 39 Millimeter kleine, aber gestochen scharfe TFT-Display bei, das mit einer Auflösung von 220 mal 176 Pixeln bis zu 262.144 Farben darstellt. Weniger Freude bereitet die Anzeige bei strahlender Sonne – auch das Heraufdimmen auf die höchste Helligkeitsstufe bedeutet keine Besserung. Erstaunlich ist eher, dass das Herunterdimmen der Helligkeit eine kleine Verbesserung der Lesbarkeit bringt.

Eine findige Beigabe stellt das Lederetui mit integriertem Akku dar. Zum einen schützt es zuverlässig vor Kratzern und Schmutz, zum anderen verlängert es die Gesprächs- und die Standby-Zeit des SGH-P300 um ein Drittel. Das Schutzetui stört übrigens auch beim Telefonieren nicht übermäßig – wer jedoch kein Stück Leder vor seinem Gesicht baumeln haben möchte, kann das Handy auch ohne Hülle mit sich tragen. Dadurch verliert es jedoch viel von seinem noblen Charme.

Die Tastatur weicht etwas vom Gewohnten ab: So befindet sich die Zahl 0 nicht – wie bei Handys üblich – unterhalb der Ziffer 8, sondern rechts unten neben der 9er Taste. Die Tasten sind zwar klein, der Abstand zwischen den einzelnen Ziffern ist mit 2 Millimetern dafür großzügig bemessen, so dass auch breitere Finger flott tippen können.

Einen 5-Wege-Joy-Stick hat das flache Handy zwar nicht, aber dafür gibt es eine 4-Wege-Taste. Die vier Richtungen können individuell mit einem Schnellzugriff belegt werden. Unmittelbar unterhalb des Displays finden sich zwei nicht veränderbare Direktzugriffe – einmal auf das Gesamtmenü, einmal in die Kontakte. Der Browser kann ebenfalls mit einem einzigen Knopfdruck der i/ok-Taste am linken Rand aufgerufen werden. Zum Glück ist diese Taste nicht so positioniert, dass man sie häufig aus Versehen aktiviert. Rechts unten ist eine weitere Sondertaste angebracht, die direkt den MP3-Player aktiviert. Damit lässt sich das Handy insgesamt stark auf die persönlichen Gewohnheiten zuschneiden und schnell bedienen.

Zur Kamera gelangt man über eine Taste an der Seite: Ein Druck startet die Kamerafunktion, ein kurzes Klick genügt, um Fotos zu schießen. Doch hält man die Fototaste zu lange gedrückt, rührt sich die Kamera gar nicht. Das hat im Test häufiger zu Verwirrung geführt.

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