Speichergigant Sandisk setzt seine Eroberung des flashbasierten MP3-Player-Marktes mit der Einführung seine Flaggschiffreihe Sansa e200 fort, neben den preiswerteren Modellen der Sansa c100-Reihe. Die Sandisk Sansa e200-Reihe stellt eine Verbesserung früherer Sansa-Player dar. Dies ist vor allem dem besseren Gehäuse und einer Vielzahl ausgefeilter Funktionen zu verdanken, darunter Foto- und Video-Unterstützung, Kompatibilität zu Musikabos, ein vom Benutzer auswechselbarer Akku, ein MicroSD-Erweiterungssteckplatz sowie ein mechanisches, Click-Wheel-artiges Bediensystem.

Den e200 gibt es in Versionen mit 2 GByte, 4 GByte und dem Flagschiff mit 6 GByte, welches derzeit der flashbasierte Player mit der weltweit höchsten Kapazität ist. Der e200 kann es in Sachen Design und Benutzerfreundlichkeit zwar immer noch nicht mit dem Ipod nano aufnehmen, aber er ist definitiv erste Wahl, wenn es um einen kompakten flashbasierten MP3-Player geht, denn er bietet mehr Funktionen zu einem günstigeren Preis als sein Hauptkonkurrent.

Design

Der robuste und attraktive Sandisk Sansa e200 misst 43 mal 13 mal 89 Millimeter, wiegt 74 Gramm und verfügt über eine maximale Kapazität von 6 GByte (dies entspricht ungefähr 1500 Titel), womit er derzeit der Flash-Player mit der höchsten Kapazität ist. Alle drei Modelle sind äußerlich identisch. Obwohl der e200 fast doppelt so dick und schwer ist wie der Ipod nano, ist er immer noch kompakt und verfügt über eine rückseitige Abdeckung im Metall-Look, die kratzfest ist. Auch der schwarze Kunststoff der Oberseite zerkratzt längst nicht so leicht wie beim Ipod nano. Insgesamt ist der nano in Sachen Kompaktheit allerdings immer noch nicht zu schlagen.

Das 46 Millimeter (1,8 Zoll) große Display des Sandisk Sansa e200 ist im Hochformat angeordnet, wodurch dem Benutzer viel Platz für die Navigation zur Verfügung steht. Das Display ist wesentlich größer als das des Ipod nano mit 38 Millimeter (1,5 Zoll). Videos kann man im Querformat betrachten, indem man den e200 dreht. Zwar ist das Display hell und weist kräftige Farben auf, aber die maximale Auflösung beträgt nur 220 mal 176 Pixel und es kann nur 65.000 Farben darstellen. Sandisk verspricht aber für eine zukünftige Version bis zu 260.000 Farben. Daher ist die Darstellung von Fotos, Videos und Albumcover nicht besonders beeindruckend. Allerdings macht der Player dank der farbigen Benutzeroberfläche zusammen mit dem durchdachten Menüsystem einen durchaus luxuriösen Eindruck.

Unterhalb des Displays befindet sich Sandisks Version des Click Wheels, allerdings funktioniert dieses mechanisch und nicht berührungsempfindlich. Die flache, runde Auswahlscheibe mit ihren Erhebungen und Rillen sorgt für eine spürbare Kontrolle, welche die Navigation mit dem e200 präzise und regelrecht zu einem Vergnügen macht. Allerdings ist es nicht so klein und elegant wie das Click Wheel des Ipod nano. Statt einer gleichmäßigen Bewegung gibt es hier einen spürbaren Widerstand, der für das genau richtige Maß an Feedback sorgt.

Die Auswahl von Menüpunkten ist kein Problem und auch das Durchsuchen umfangreicher Listen ist ein Kinderspiel, vor allem, da die Listen beim e200 auch rückwärts durchsucht werden können, das heißt im Unterschied zum Ipod kann man von A nach Z gelangen, ohne die komplette Bibliothek durchgehen zu müssen. Trotzdem kann es das Auswahlrad nicht mit dem eleganten Ipod Click Wheel aufnehmen, vor allem weil dieses daumenfreundlicher ist. Beim e200 kann sich der Daumen mit der Zeit sogar Schwielen holen.

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