GM, Daimler-Chrysler und BMW stellen eigene Hybrid-Technologie vor

Auf dem Wiener Motoren-Symposium präsentieren die „Global Hybrid“-Allianz aus den drei ungleichen Automobilherstellern ihr Vollhybrid-System. Damit wollen sie sogar mehr Benzin einsparen als Toyota oder Honda. Und ein sportlicheres Fahrverhalten erzielen.

Toyota und Honda haben den Rest der Automobilhersteller reichlich ins Grübeln gebracht: Mit ihren Hybrid-Autos landeten sie überraschende Erfolge, nicht zuletzt dank der Unterstützung von prominenten Hollywood-Mimen. Das konnte BMW und Daimler-Chrysler, aber auch den amerikanischen General Motors -Konzern nicht kalt lassen: Nun hat die Allianz aus diesen drei sehr unterschiedliche aufgestellten Automobilherstellern auf dem Wiener Motoren-Symposium ein Vollhybrid-System vorgestellt.Es handelt sich um eine vollständig integrierten Kombination aus Elektromotoren und einem Getriebe mit festen Übersetzungsverhältnissen.

Wegen seiner zwei Betriebsarten, von denen eine für niedrige und eine für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt ist, wird das auf einem elektrisch gesteuerten, stufenlosen Getriebe (EVT – Electric Continuously Variable Transmission) basierende System als Two-Mode-Hybrid-System bezeichnet. Das Kraftstoff sparende System verfügt zusätzlich über vier Gänge mit festem Übersetzungsverhältnis, sodass bei einer breiten Palette von Fahrzeuganwendungen ein hoher Wirkungsgrad erzielt werden kann. Wird das System in den beiden EVT-Betriebsarten und den vier festen Gängen betrieben, können die Elektromotoren für die Beschleunigungsvorgänge wie auch regeneratives Bremsen genutzt werden.

Die vier Gänge mit festem Übersetzungsverhältnis überlagern die zwei EVT-Betriebsarten, sodass insgesamt sechs Betriebsarten zur Verfügung stehen:

  • Leistungsverzweigter EVT-Modus bzw. stufenlos variabler Modus 1 für den Fahrzyklus vom Motorstart bis zum zweiten festen Gang. Kombinierter EVT-Modus bzw. stufenlos variabler Modus 2 für den Fahrzyklus ab dem zweiten festen Gang.
  • 1. Gang mit festem Übersetzungsverhältnis, wobei beide Elektromotoren Leistung für den Verbrennungsmotor bereitstellen oder Energie vom regenerativen Bremsen, Verzögern und Fahren im Schubbetrieb aufnehmen und speichern.
  • 2. Gang mit festem Übersetzungsverhältnis, wobei ein Elektromotor für die Beschleunigungs-/Bremsvorgänge zur Verfügung steht.
  • 3. Gang mit festem Übersetzungsverhältnis, wobei beide Elektromotoren für die Beschleunigungs-/Bremsvorgänge zur Verfügung stehen.
  • 4. Gang mit festem Übersetzungsverhältnis, wobei ein Elektromotor für die Beschleunigungs-/Bremsvorgänge zur Verfügung steht.

In mechanischer Hinsicht und in Bezug auf die Gesamtgröße ist das Vollhybrid-System mit einem herkömmlichen Automatikgetriebe vergleichbar, kann aber mit stufenloser Übersetzung oder in einem der vier Gänge mit festem Übersetzungsverhältnis betrieben werden. Das Antriebssystem wird von einem elektronischen Steuergerät optimiert, um für jede Laststufe des Motors den effizientesten Betriebspunkt auszuwählen.

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