Wie macht man aus Altem Neues? Man muss nur den KLV-V32A10E nehmen, einen Fernseher, der seit September 2005 auf dem Markt ist, und einen DVB-T-Tuner einbauen. So kommt man zum KDL-V32A11E. Dieser besteht vom Bildschirm bis zum Fuß aus einem einzigen Block und wird mit einer Multifunktionsfernbedienung geliefert. Damit kann man nicht nur den Fernseher steuern, sondern auch einen DVD-Player und einen Videorekorder derselben Marke. Schade, dass die Fernbedienung nicht mit Geräten anderer Hersteller funktioniert, denn sie ist wirklich praktisch. Die Bedienknöpfe für den Videorekorder sind unter einer kleinen Klappe im unteren Teil der Fernbedienung versteckt.

Design

Das Design des KDL-V32A11E ist in jeder Hinsicht identisch mit dem seines kleinen Bruders, dem KLV-V32A10E, und außerordentlich gut gelungen. Die Lautsprecher, die sich im unteren Bereich des Bildschirms befinden, sind speziell ausgerichtet, um einen sehr guten Klang zu liefern. Der Fuß sorgt für ausgezeichnete Standfestigkeit. Man kann den Bildschirm manuell um 15 Grad nach links oder nach rechts drehen, je nach Blickachse. Man kann ihn auch um 3 Grad nach vorn und 8 Grad nach hinten neigen, was zwar keine Wunder bewirkt, in den meisten Fällen aber ausreicht. Sony verwendet ein Rastersystem, das ein ungewolltes Nach-vorn-Kippen verhindert. Man kann den Bildschirm natürlich auch mit Befestigungen nach dem VESA-Standard an der Wand fixieren.

Auflösung

Mit seiner Auflösung von 1.366 mal 768 Pixeln zeigt der KDL-V32A11E Bilder in hoher Auflösung an. Das eingebaute Panel, das mit dem des KLV-V32A10E vollkommen identisch ist, hat sehr gute Latenzzeiten, denn es handelt sich laut Hersteller um ein 8-Millisekunden-Panel. Damit können auch schnelle Bewegungssequenzen völlig flüssig wiedergegeben werden.

Der Bildschirm verfügt über die von Sony entwickelte Bildverbesserung BRAVIA (Best Resolution Audio Visual Integrated Architecture). Sie ist die Nachfolgerin der WEGA-Engine-Technologie und sorgt für eine ausgezeichnete Bildqualität. Der Hersteller gibt die Helligkeit mit 480 cd/m² und den Kontrast mit 1000:1 an. Die Messungen im Test ergeben eine durchschnittliche Helligkeit von 368 cd/m² und einen mittleren Kontrastwert von 690:1. Die schwarzen Ränder des Bildschirms verstärken den Gesamtkontrast des Bildes. Die Farben erscheinen warm und naturgetreu. Auf einem kolorimetrischen Histogramm deckt der Bildschirm ein sehr großes Farbspektrum ab und nähert sich den Resultaten von Fernsehern mit Plasma-Technologie an.

Im direkten Vergleich mit dem Panasonic-Plasma-Fernseher TH-42PV500E ist das Bild ganz ähnlich. Die Schwarztöne sind wirklich sehr gut, auch dunkle Szenen kommen überwältigend heraus. Dafür hat der KDL-V32A11E wie die meisten seiner Konkurrenten Schwierigkeiten, schräge Linien völlig glatt darzustellen. Jedoch kann man den Treppeneffekt etwas abmildern lassen, indem man die Bildverbesserung auf maximal stellt.

Anschlüsse

An Anschlüssen bietet der KDL-V32A11E „digitales Scart“ HDMI, einen YUV-Komponenten-Eingang und drei RGB-Scart-Buchsen für ein bestmögliches Bild. Auf einen DVI- oder VGA-Anschluss muss man dagegen verzichten. Über die Scart-Verbindung ist die Verbindung nur analog. An die linke Seite des Apparates kann man dank der S-Video-, Komposit- und Stereo-Audio-Eingänge eine analoge Videokamera oder eine andere Audio-/Video-Quelle anschließen. Hier befindet sich auch der Kopfhöreranschluss.

Dieser Fernseher hat einen guten Klang. Mit insgesamt 20 Watt und der BBE- und Virtual-Dolby-Prologic-II-Klangverbesserung ist der Zuschauer mitten im Geschehen. Es ist nicht so, dass die Bässe wie so häufig bei eingebauten Lautsprechern schwach sind. Hier sind sie sehr präsent, und Explosionen werden realistisch wiedergegeben.

Bei der Installation sucht der Fernseher automatisch terrestrische Sender. Man muss das Konfigurationsmenü aufrufen und in die Option Digital gehen, wo man das Konfigurationsfeld für den digitalen Tuner zum Empfang von DVB-T-Sendern findet. Anschließend greift man darauf über eine Taste auf der Fernbedienung zu, mit der man von analogem zu digitalem Empfang wechseln kann.

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