Samsung bewirbt den YP-Z5 als „Ipod-nano-Killer“ und geht sogar noch einen Schritt weiter als andere Hersteller. Der YP-Z5 erinnert nicht nur durch die Form seines Gehäuses an den Ipod nano, Samsung hat für die Gestaltung der Menüoberfläche des YP-Z5 den Software-Designer Paul Mercer angeworben, der auch an der Software des Ipod nano mitgewirkt hat.

Ganze Design-Bücher könnten über die Probleme geschrieben werden, denen sich Hersteller gegenüber sehen, wenn sie versuchen, eine brauchbare Alternative zum Ipod zu finden. Das Hauptproblem sind dabei zwei Dinge, die beim Ipod hervorragend gelöst sind: das Bildschirmmenü und das Click Wheel. Der Ipod ist dank Click Wheel hervorragend zu bedienen, außerdem ist es aufgrund der Menüstruktur sehr einfach, ein bestimmtes Musikstück zu finden. Diese beiden Gestaltungsprinzipien sind sehr wichtig. Dies haben auch die Hersteller mittlerweile erkannt und versuchen, für ihre Geräte eine ebenso gut gelungene Lösung zu finden, wie es Apple mit der Einführung des Ipod gelungen ist.

Design

Den YP-Z5 gibt es in zwei Varianten: mit 2 GByte und 4 GByte Speichervolumen, wobei beide in demselben 42 mal 90 mal 11 Millimeter großen Gehäuse stecken. Damit ist er merklich dicker als der 7 Millimeter flache Ipod nano, was am größeren Akku liegen könnte. Obwohl er etwas dicker ist, passt der YP-Z5 immer noch in die „Ipod-Tasche“ (vormals Feuerzeugtasche) einer Jeans. Der YP-Z5 unterscheidet sich vom nano durch einen eher modularen Look – die beiden Hälften des Players sind durch eine metallene Leiste verbunden, die um das Gerät herum verläuft.

An beiden Seiten des YP-Z5 befinden sich deutlich sichtbare Schrauben. Es handelt sich um sehr kleine Kreuzschlitzschrauben, die zum Auswechseln des Akkus entfernt werden können, sobald dies nötig ist. Apple hat viel Kritik dafür einstecken müssen, dass der Akku des Ipod nicht vom Benutzer gewechselt werden kann. Wenn man vom Aufbau des YP-Z5 ausgeht, sollte das Auswechseln des Akkus hier einfacher sein. Letztendlich darf man aber annehmen, dass die Mehrzahl der Nutzer einen solchen Eingriff am Player ohnehin nicht selbst durchführen werden wollen.

Der YP-Z5 besitzt einen separaten Lautstärkeregler: einen langen, schmalen Wippschalter rechts am Gerät. Die Kopfhörer werden oben angeschlossen und ein Sperrschalter verhindert, dass man versehentlich Musikstücke auswählt, wenn man sich bewegt. Das LCD des YP-Z5 ist viel größer als das des nano, was das Betrachten von Fotos sehr viel einfacher macht.

Die Benutzeroberfläche des YP-Z5 entspricht der des Ipod. Die Tasten für Wiedergabe, Überspringen und Menü sind genau dort, wo ein Ipod-Nutzer sie erwarten würde. Statt eines Click Wheels verwendet der YP-Z5 jedoch ein richtungssensibles Berührungsfeld, das bei der Bedienung auf unterschiedlich starken Druck reagiert. Mit einer leichten Berührung durchläuft man die Menüpunkte des YP-Z5 und mit einem stärkeren Druck wählt man sie aus.

Dies ist jedoch nicht immer ganz einfach. Während des Tests gibt es immer wieder Probleme mit diesen Steuerelementen. Das liegt daran, dass es in der realen Welt keine Entsprechung für das drucksensible Bedienfeld gibt. Auch wenn man sich mit der Zeit an die Bedienung gewöhnt, fühlt man sich beim Blättern durch die Optionen doch immer noch ein wenig unsicher und es bedarf einiger Fingerfertigkeit, um es richtig hinzubekommen.

Es gibt außerdem keine Möglichkeit, die Geschwindigkeit zu beeinflussen, mit der man sich durch die Menüs bewegt. So kann man beispielsweise nicht mit hoher Geschwindigkeit zum Buchstaben „H“ seines Alben-Verzeichnisses gelangen und dann mit geringerer Geschwindigkeit ein bestimmtes Album auswählen. So schießt man häufig über das gewünschte Stück hinaus und muss wieder zurückblättern.

Was das Design betrifft, ist der YP-Z5 mitunter schon auf dem richtigen Weg. Dies trifft vor allem auf die Bildschirmgröße und den separaten Lautstärkeregler zu. Weniger gelungen sind dagegen die umständlichen Bedienelemente und das mit Logos übersäte Gehäuse. Die überarbeitete Benutzeroberfläche zeigt, dass Samsung zwar im Vergleich zu früheren Versuchen – etwa dem YP-T8 – große Fortschritte gemacht hat, aber das Blättern durch die Titel ist nach wie vor problematisch.

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