Abstandsregelung bei Nebel und schlechte Sicht

Siemens VDO hat einen Abstandsregeltempomaten (ACC) entwickelt, der den Fahrer bei schlechter Sicht vor zu geringem Abstand warnen soll. Der Systemlieferant setzt dabei auf einen optischen Sensor (LIDAR) mit leistungsfähiger Auswertungselektronik.

Schreckensszenario bei der allmorgendlichen Fahrt zum Arbeitsplatz: Die Kolonne bewegt sich mit hoher Geschwindigkeit und geringem Abstand. Eine Nebelbank reduziert die Sicht. Nur mit Mühe gelingt die Vollbremsung, natürlich erst nachdem der Fahrer die Bremsleuchten des vorausfahrenden Wagens gesehen hat. Folgt man den aktuellen Unfallstatistiken, so sind kritische Nebelsituationen eine häufige Ursache – oftmals mit tödlichen Folgen. Für mehr proaktive Sicherheit soll ein von Siemens VDO entwickeltes Netzwerk von Fahrerassistenzsystemen sorgen.

„pro.pilot“ soll bereits 2008 in den neuen Fahrzeugmodellen der Mittel- und Kompaktklasse vertreten sein. „Das Sensorsystem sorgt für mehr Komfort und Sicherheit für den Fahrer und macht ihn frühzeitig auf Unfallgefahren aufmerksam“, sagt Enno Pflug, Unternehmenssprecher bei Siemens VDO in Schwalbach. Ein wichtiger Bestandteil von pro.pilot ist ein auf LIDAR-Sensoren (Light Detection and Ranging) basierender Abstandsregeltempomat. Der LIDAR-Sensor kann im Gegensatz zu einem Radar-Sensor Regen, Nebel oder Schnee erkennen.

Je nach individueller Einstellung des Fahrers reduziert die Elektronik bei schlechter Sicht die Geschwindigkeit und vergrößert den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Das mit Hilfe der Sensoren gewonnene „elektronische Bild“ hilft nach Angaben von Siemens VDO bei der eindeutigen Unterscheidung von Objekten. Das System soll zudem Fahrzeuge wie Lastwagen oder Motorräder von feststehenden Objekten klar unterscheiden. „Da der LIDAR-Sensor auf einer dem sichtbaren Licht ähnlichen Wellenlänge arbeitet, kann er witterungsbedingte Sichteinschränkungen erkennen“, sagt Enno Pflug.

Der LIDAR-Sensor besteht aus Infrarotstrahlern, einer Photodiode als Empfänger des unsichtbaren Infrarotlichts und der Auswertungselektronik. Der Sensor führt eine Laufzeitmessung der ausgesendeten Infrarotstrahlen durch. Gemessen wird die Zeit, die das Licht vom Sensor bis hin zum vorausfahrenden Fahrzeug und wieder zurück benötigt. Die Elektronik berechnet dann aus den Laufzeiten notwendigen den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.

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Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Abstandsregelung bei Nebel und schlechte Sicht

  • Am 13. Januar 2016 um 11:38 von Burxi

    Problem: das nachkommende Auto fährt zu knapp auf, hält also den Sicherheitsabstand nicht ein.
    Gibt es ein System,
    a)das den vorausfahrenden Fahrer warnt, dass der Nachkommende Fahrer den Sicherheitsabstand nicht einhält
    b) eine optische Warnung an den Nachkommenden signalisiert wird ?

    • Am 13. Januar 2016 um 20:53 von Ronny

      da zwischen Beitrag und Deinem Post 10 Jahre liegen, bestimmt. :)

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