LCD-Displays im Auto: Kleinformat allein reicht nicht

Displaytechnologien im automobilen Cockpit sind ein Spagat zwischen Sicherheitsaspekten, Zuverlässigkeit und Kundenfreundlichkeit. In den Sharp Laboratories in Oxford entwickeln Spezialisten multifunktionale Anwendungen für das High-Tech-Gefährt der Zukunft.

Der Wettlauf auf dem Consumermarkt zwischen Plasma-Panels und LCDs ist durch einen drastischen Preisverfall gekennzeichnet. Führende Hersteller wie das LCD-Joint-Venture des niederländischen Elektronikkonzerns Philips und der südkoreanischen LG Electronics sehen sich trotz höherer Absatzzahlen mit sinkenden Gewinnmargen konfrontiert. Der japanische Elektronikkonzern Sharp setzt weiter auf LCD und lässt derzeit im japanischen Kameyama bis zum Jahresende bereits die „achte Fabrik-Generation“ fertig stellen. Dort sollen Glas-Substrate von 2,40 bis 2,16 Meter hergestellt werden.

Sharp investiert auch in die Forschung und Entwicklung (F&E) innovativer LCD-Technologien, um in diesem hart umkämpften Zukunftsmarkt zu bestehen. Die Suche nach neuen Absatzquellen für LCD-Displays, etwa in der Automobilindustrie, hält weiter an. In zwei bis drei Jahren erwarten Experten im Autocockpit größere und bessere Displaytechnologien. Sharp Microelectronics Europe sieht den künftigen Standard bei einer Monitorgröße von acht Zoll. Als aktuelles Beispiel für diesen Trend gilt die neue S-Klasse von Mercedes.

Dennoch geht es im High-Tech-Automobil nicht nur um rein funktionale Aspekte wie das Displayformat oder eine entsprechend hohe Bildauflösung. Es gilt Kostenaspekte, Zuverlässigkeit und Sicherheitsaspekte sorgfältig abzuwägen. Derzeit sind bei Sharp die so genannten transflektiven Display-Technologien von 6,5 Zoll bis 8,8 Zoll erhältlich. Die Displays sollen trotz wechselnder Umgebungshelligkeit eine gleich bleibende Bildqualität gewährleisten.

Eine hochwertige Antireflexionsbeschichtung minimiert darüber hinaus störende Spiegelungen auf der Glasoberfläche. Auch der seitliche Blick auf die Navigationsanzeige durch Fahrer oder Beifahrer soll durch einen erweiterten Betrachtungswinkel bis zu 160 Grad unproblematisch sein, ohne dass das Bild „ins Negativ“ kippt.

Noch einen Schritt weiter geht eine innovative Anwendung, ein Navigationssystem mit unterschiedlichen Bildinhalten. Eine so genannten „Parallaxenbarriere“ auf dem Screen sorgt dafür, dass der Fahrer das Navigationssystem im Blick hat und der Beifahrer auf der zweigeteilten „Leinwand“ gleichzeitig einen Film anschauen kann. Der japanische Automobilhersteller Toyota setzt diese Technologie bereits seit einem Jahr ein.

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