Scharfes Bild unter 1500 Euro: <br>Plasma-TVs für Einsteiger

Wer Übertragungen der Fußball-WM in der Kneipe auf einem Plasma-Fernseher erlebt hat, denkt mittlerweile wahrscheinlich über die Anschaffung eines solchen Gerätes nach. Der Preisradar hat drei solide Modelle unter 1500 Euro entdeckt.

„WM auf Plasma-TV“ konnte man in den vergangenen Wochen vor zahlreichen Kneipen und Restaurants lesen. Und so mancher dürfte sich bei dieser Gelegenheit einen Eindruck von den besonderen Merkmalen der Plasma-Technologie gemacht haben. Ein Redaktionsmitglied berichtet sogar, ein Spiel in einer Kneipe auf einem fast zehn Meter entfernten Plasma-Fernseher verfolgt zu haben. Zwar sei er zwei Meter von einem Kathodenstrahl-Fernseher alter Bauart gestanden, so der Redakteur, aber nur auf dem Plasma habe er den Ball genau erkennen können.

Als Vorteile von Plasma-Fernsehern gelten die hohe Reaktionszeit (wichtig bei schnellen Bewegungen, also für Sportübertragungen und Actionfilme), hoher Kontrast und ein klareres Schwarz, da die Plasma-Fläche nicht wie beim LCD von hinten beleuchtet wird. Auch die Helligheit ist gewöhnlich größer und gleichmäßig verteilt, lässt also nicht zu den Rändern hin nach.

Wer sich von diesen Vorteilen überzeugt hat und nach einem Einsteigergerät sucht, wird in der 42-Zoll-Klasse ab etwa 1200 Euro Ladenpreis fündig. Drei Fernseher mit Ladenpreisen unter 1500 Euro haben den Weg in diesen Preisradar gefunden: der NEC T1000, der Orion TV-42100SI und der Grundig Xephia 42. Orion Video TV, nicht zu verwechseln mit dem Erotik-Versand gleichen Namens, der zu allem Überfluss einen Fernsehsender namens Orion-TV betreibt, ist ein 1958 gegründeter japanischer Hersteller. Die Unternehmen Grundig und NEC muss man wohl nicht vorstellen. Wichtig ist aber, dass sich der NEC T1000 nicht mehr unter den aktuellen Produkten auf der Website finden lässt – lediglich über die Suche erreicht man noch eine PDF-Broschüre und anderes Infomaterial. Auch beim gelisteten Grundig-Fernseher Xephia 42 PW 110-6605 handelt es sich um ein Auslaufmodell, das durch die Revision Xephia 42 PW 110-6606 abgelöst wurde.

Alle drei Fernseher kommen mit 42 Zoll Bilddiagonale: Das sind 106 Zentimeter. Die Auflösung ist mit 852 mal 480 Pixeln ebenfalls identisch. Sie gibt HD-TV in höchster Qualität zwar wieder, aber nicht optimal, da dafür bekanntlich 1080 Zeilen spezifiziert sind. Auch die niedriger spezifizierte HD-Auflösung 720p mit 720 Zeilen muss mit geringerer Zeilenzahl wiedergegeben werden. Das ist kein Wunder, es handelt sich ja um Einsteigergeräte.

Das Abspielen von HD-Content, wenn auch nicht in höchster Auflösung, ist aber bei allen drei Modellen gewährleistet: Sie unterstützen den Kopierschutz HDCP. NEC und Grundig bieten jeweils einen DVI-D-Anschluss mit dieser Technologie für den Anschluss von Blu-ray- oder anderen HD-Laufwerken, Orions Modell hat einen HDMI-Anschluss mit HDCP-Untersützung und legt noch einen DVI-D-Adapter dafür bei.

Wenn die Plasma-Fernseher gegenüber manchen LCD-TVs ihrer Preisklasse hinsichtlich der Auflösung scheinbar zurückstehen, machen sie dies durch Kontrast und Helligkeit wett. Orion nennt zum Beispiel einen Kontrast von 1:10.000, Grundig ist mit 1:4000 deutlich vorsichtiger. Die Helligkeit des Orion 42100SI beträgt 1000 Candela pro Quadratmeter, die des Grundig Xephia 42 etwa 1200 Candela pro Quadratmeter. NEC macht zu diesen Punkten leider keine Angaben.

Man kann noch viele Punkte der drei Modelle vergleichen, etwa die Zahl der Senderspeicher des Analogtuners (Grundig: 99, Orion: 80, NEC: 100), die Leistung der eingebauten Boxen, Gewicht, Stromverbrauch, und so fort. Den eigenen Eindruck kann aber nichts ersetzen: Einen Fernseher sollte man vor dem Kauf sehen. Wenn das interessanteste Modell nicht gerade zufällig in der Kneipe an der Ecke steht, findet man es mit etwas Glück im Elektromarkt oder im TV-Fachgeschäft.

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