Es ist nicht zu leugnen, dass Mini-DV-Camcorder, die Kassetten als Aufzeichnungsmedium verwenden, verglichen mit DVD-Camcordern ein besseres Bild sowie längere Aufnahmezeiten bieten. Trotzdem ist etwas Verlockendes daran, eine DVD aus dem Canon DC20 herauszunehmen und sie direkt in den heimischen DVD-Player werfen zu können. Auch wenn DVD-Camcorder noch einen weiten Weg vor sich haben, bevor sie es in der Vielseitigkeit mit Mini-DV aufnehmen können, sind sie ideal für Gelegenheitsfilmer, die sich nur wenig oder überhaupt nicht für Nachbearbeitung interessieren. Das Format ist unbestritten sehr praktisch.

Wer seine Filme aber gerne nachbearbeitet, sollte sich vorsehen. DVD-Camcorder wie der DC20 schreiben Videodaten in einer linearen, permanenten Form auf DVDs halber Größe. Man kann die gedrehten Aufnahmen bearbeiten, jedoch nicht mit einem der üblichen Bildbearbeitungspakete und nicht mithilfe von Firewire. Programme wie Final Cut Pro, Premiere und Imovie funktionieren in Kombination mit dem DC20 nicht.

Wer andererseits nach einem störungsresistenten System sucht und kein Interesse daran hat, seine Filme nach Cannes zu schicken, könnte an der DC20 Gefallen finden. Unter dem Strich erhält man das, was man an Ausstattung opfert, in Form von Einfachheit und störungsfreiem Betrieb wieder zurück.

Design

Beim DC20 wurde das traditionelle Mini-DV-Laufwerk durch einen DVD-Brenner ersetzt. Als Speichermedien dienen 80-Millimeter-DVDs, die in das Gehäuse passen. Es ist deutlich zu erkennen, wie dies das Design des DC20 beeinflusst hat – das hintere Ende des Camcorders ist geschwungen, um sich der DVD im Inneren anzupassen und der Griff befindet sich aus demselben Grund oben am Gerät. Canon hat Glück, dass das 80-Millimeter-DVD-Format und das passende Gehäuse der menschlichen Hand recht ergonomisch angepasst sind.

Mit einer Breite von nur 47 Millimetern ist der DC20 schmaler als frühere DVD-Camcorder. Die neueren Geräte sehen den kleinen Mini-DV-Modellen immer ähnlicher. Das Gehäuse des DC20 ist zurückhaltend in Grau und Silber gestaltet. Mit seiner Doughnut-Form liegt der DC20 großartig in der Hand. Bei längeren Drehs wird man sich vielleicht wünschen, dass der Handgriff breiter wäre, aber mit nur 410 Gramm Gewicht ist der Camcorder angenehm leicht. Die Aufnahmetaste befindet sich an der Rückseite des DC20. Für die Kamera- und die Aufnahmeeinstellungen gibt es getrennte Bedienungen – bei manchen Geräten haben die Bedienelemente eine Doppelfunktion.

Der Akku des DC20 sieht aus wie eine kleine Streichholzschachtel, die in eine Aussparung unterhalb des ausklappbaren LCD-Schirms geschoben wird. Es handelt sich um einen speziell für den DC20 gebauten und auf dessen Form abgestimmten Akku. Mittels eines kleinen Riegels an der Unterseite des Gehäuses lässt sich der Akku leicht auswerfen. Die meisten werden das gute Stück in der Kamera aufladen – wer also nicht unterwegs häufiger den Akku wechselt, wird vermutlich vergessen, dass er überhaupt da ist.

Das Laufwerk des DC20 ist mit einer elektrisch betriebenen Klappe versehen, die durch kleine Motoren geöffnet wird, wenn man eine DVD einlegen möchte. Die DVD wird auf eine Spindel ähnlich denen geklemmt, die man in tragbaren CD-Abspielgeräten findet. Das restliche Gehäuse des DC20 ist mit Tasten und Bedienelementen übersät. Es gibt überraschend viele manuelle Einstellmöglichkeiten, was den Tüftlern unter den Anwendern zusagen sollte. Insgesamt ist das Gehäuse überraschend widerstandsfähig und fühlt sich an, als würde es die Strapazen eines Familienurlaubes problemlos überstehen.

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