Der Terratec Noxon 2 Audio gehört zu einer neuen Radio-Generation, die zugunsten von IP-Übertragungen auf UKW, DAB oder Satellitenübertragungen verzichten. Äußerlich sieht er, dank des großzügigen Einsatzes elfenbeinfarbenen Kunststoffs und damit kontrastierendem metallischen Silberglanz, dem Mac Mini von Apple verblüffend ähnlich.

Vorne am Gerät befindet sich ein recht großes LCD-Display, die Frontseite ragt dadurch in die Höhe. Der Grund dafür, so Terratec, liegt darin, dass der Noxon 2 Audio in den Steckplatz eines bald erscheinenden Produkts eingeschoben wird: das Noxon 2 Radio – ein eigenes Lautsprechersystem, das in Verbindung mit dem Noxon 2 Audio zu einem vollwertigen IP-Radioempfänger in Würfelform wird.

Der Noxon 2 Audio ist sehr einfach einzurichten. Er kann über ein Ethernet-Kabel mit dem Internet verbunden werden oder über den integrierten 802.11b/g-Funkadapter Verbindung mit drahtlosen Netzwerken aufnehmen. Die Konfiguration von drahtlosen Verbindungen ist hier einfacher als bei allen anderen Geräten dieser Art. Das Gerät sucht nach Netzwerken in seiner Nähe, aus denen der Benutzer das richtige auswählt, fragt etwaige Sicherheitsdaten ab und schon kann der musikalische Hörgenuss losgehen.

Der Noxon 2 Audio kann auf etwa 2500 Radiosender zugreifen. Die Auswahl mag zunächst erschreckend wirken, die Sender können aber nach Genre oder Land durchsucht werden und im Test kommen schnell viele hörbare Sender zusammen. Das Gerät unterstützt auch sehr hochwertige Audiosignale mit bis zu 320 kbit/s, jedoch hängt die Audioqualität stark von den einzelnen Sendern ab. Im Durchschnitt bieten die Audio-Streams etwa 128 kbit/s, womit sich eine gute Tonqualität erzielen lässt.

Das Gerät hat keine eigenen Lautsprecher, aber der Noxon 2 Audio kann über die optischen und digitalen SPDIF-Audioanschlüsse an seiner Rückseite an Hi-Fi-Anlagen oder PC-Lautsprechersysteme angeschlossen werden. Auch Lautsprecher oder Kopfhörer können dank der hinter einer Kunststoffabdeckung an der rechten Seite verborgenen 3,5-Millimeter-Audiobuchse angeschlossen werden.

Hinter der Abdeckung befindet sich auch ein Steckplatz zum Anschluss eines USB-Sticks, eines MP3-Players oder einer USB-Festplatte mit Audiodateien. Der Noxon 2 Audio kann MP3-Dateien abspielen und laut Terratec werden auch mit DRM10 verschlüsselte WMA-Dateien unterstützt, wie sie zum Beispiel von Napster verwendet wird.

Zwar ist der Noxon 2 Audio sehr leicht zu bedienen, aber völlig ohne Makel ist er nicht. Die Qualität des LCD-Displays ist ziemlich grauenhaft, so dass man manchmal nicht wirklich sieht, was man gerade tut. Das Problem dabei sind die begrenzten horizontalen und vertikalen Sichtwinkel – wenn man nicht gerade auf den Bildschirm schaut, ist dieser schlecht abzulesen. Andererseits ist der Bildschirm auch sehr hell, wer abends also ein wenig stimmungsvolle Musik hören möchte, muss gleichzeitig mit möglicherweise unerwünschter Stimmungsbeleuchtung rechnen.

Ein weiteres Manko ist, dass es mehrere Sekunden dauern kann, den Sender zu wechseln. Das ist unvermeidlich, da das Gerät davon abhängig ist, wie schnell die einzelnen Radiosender die Datenströme senden können, aber ärgerlich ist es trotz allem.

Die meisten Funktionen lassen sich außerdem scheinbar nicht ohne Zuhilfenahme der Fernbedienung steuern. Trotz seiner Fehler ist der Noxon 2 Audio ein hervorragendes Gerät. Sein ausgedehntes Senderverzeichnis, die einfache Bedienung, die Flexibilität und das attraktive Design machen ihn zu einem der beliebtesten Audioprodukte der Redaktion.

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