Die größte Schwierigkeit bei der Installation der aktuellen Corel Draw Graphics Suite besteht darin, zu entscheiden, welche Komponenten installiert werden sollen.

Auf der Programm-CD finden sich folgende Anwendungen: Corel Draw, das Hauptpaket für Vektorzeichnungen; Corel Photo-Paint, ein flexibler Bildeditor; Corel Power Trace, ein schnelles und leistungsfähiges Vektorisierungsprogramm; Corel Capture, ein Dienstprogramm, mit dem Bilder vom PC-Bildschirm erfasst werden können; Bitstream Font Manager zum Betrachten und Verwalten von Schriftarten; Pixmantec Rawshooter Essentials zum Konvertieren von RAW-Dateien sowie ein Assistent zum beidseitigen Drucken.

Darüber hinaus erhält man zwei CDs mit 10.000 Clipart-Dateien und Bildern, 1.000 Opentype-Schriften, 35 Windows Glyph-List-4-Schriften, 100 Gestaltungsvorlagen sowie Hilfedateien, Tutorials und Schulungsvideos. Dem Ganzen legt Corel dann noch eine ausführliche Benutzeranleitung und ein hervorragendes Handbuch mit praxisorientierten Hinweisen von Experten bei.

Funktionsausstattung

Für erfahrene Benutzer gibt es stark verbesserte EPS- und PDF-Import- und Exportfunktionen, eine optimierte Farbverwaltung und Unterstützung von Schmuckfarben. Die Hilfsmittelpalette wurde um fünf Hilfsmittel erweitert, wovon zwei echte Highlights sind: „Stern“ und „komplexer Stern“, „Abrunden/Auskehlen/Abfassen“ zum Formen von Kurvenobjekten, das praktische Hilfsmittel „Beschneiden“ zum Entfernen unerwünschter Bereiche in Objekten sowie „Intelligente Füllung“. Es gibt außerdem das neue Andockfenster „Abschrägung“, das allerdings nur wenig begeistert, da man nur zwei Optionen hat – nach innen oder nach außen abschrägen – und nur geschlossenen Objekten eine Füllung zugewiesen werden kann. Das neue Andockfenster „Vielfach duplizieren“, mit dem man mithilfe vertikaler und horizontaler Abstandeinstellungen eine Reihe gleicher Objekte erstellen kann, ist da schon beeindruckender.

Zu den weiteren Vorzügen von Corel Draw zählen die neuen und verbesserten Desktop-Publishing-Tools. Die beiden neuen Andockfenster für Zeichen- und Absatzformatierung bieten schnellen Zugriff auf Formatierungseinstellungen wie Wortabstand, Schriftart und Ausrichtung. Auch die Steuerung des Textflusses geht jetzt leichter von der Hand, da man über einen neuen Textmenübefehl zahlreiche Sonderzeichen (Leerzeichen, Umbrüche, Striche) einfügen kann. Noch nie war es so einfach Text präzise an einem Pfad auszurichten. Das optimierte Werkzeug „Interaktive Ausrichtung von Text an Objekt“ ist jetzt noch intuitiver.

Performance

In den bisherigen Corel Draw-Tests gab es nie Probleme mit der Performance und dasselbe gilt für X3. Selbst auf einem 1,1-MHz-Rechner läuft das Programm bei der Bearbeitung komplexer Dokumente schnell und stabil. Die Leistungsfähigkeit von Photo-Paint wurde gegenüber älteren Versionen wesentlich verbessert und im Test wendet das Programm komplexe Filtereffekte 20 Prozent schneller an als beispielsweise Photoshop CS2.

Corel X3 ist eine der besten Grafiksuites. Sie ist intuitiv genug für Anfänger und leistungsfähig genug für sämtliche Vektor- und Bildanimationen. Die zusätzlichen Cliparts, Schriftarten, Bilddateien und Utilities machen dieses Produkt zu einem echten Schnäppchen. Benutzer älterer Versionen sollten den Kauf dieses Upgrade in Erwägung ziehen, um in den Genuss der verbesserten Unterstützung von Schmuckfarben, EPS- und PDF-Kompatibilität, neuer Hilfsmittel und Cliparts zu kommen. Der Upgrade-Preis beträgt circa 300 Euro.

Alles in allem eignet sich diese Suite für alle Grafikaufgaben, seien es Vektorzeichnungen, Bildbearbeitung oder grundlegendes Desktop Publishing.

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