Camcorder im Preisvergleich: Eine Frage der Speichertechnik

Nachfolger für Kassetten gesucht: Moderne Camcorder zeichnen auf Festplatte oder DVD auf. Mittlerweile sind diese Technologien schon bei Camcordern im Preisbereich um 500 Euro vertreten.

Ab einem Budget von etwa 500 Euro wird es beim Camcorder-Kauf richtig spannend: In dieser Preislage gibt es bereits hochwertige Geräte – und Modelle mit unterschiedlichen Speichertechnologien zur Wahl. Der CNET-Preisradar hat sich drei Modelle angesehen, die in den Läden teils unter, teils etwas über 500 Euro kosten. Neben Mini-DV-Kassetten sind auch Festplatten und DVD als Speicher vertreten.

Die Canon MVX4i verwendet die traditionelle Möglichkeit der Aufnahme auf Mini-DV-Kassetten. Zusätzlich können SD- oder MMC-Karten als Speicher für Clips verwendet werden. Wegen des langwierigen Spulvorgangs ist das Auffinden bestimmter Szenen mit Kassetten jedoch schwierig. Mit der Sony DCR-DVD203E ist aber auch ein DVD-Recorder im Rennen. Die Kamera speichert Filme direkt auf DVD. Der Vorteil des Verfahrens liegt darin, dass das Speichermedium ohne Weiterbearbeitung auf einem PC sofort weitergegeben und im DVD-Player abgespielt werden kann. Die JVC Everio GZ-MG20 schließlich verfügt über eine eingebaute 20-GByte-Platte. Zusätzlich kann man auch hier mit SD-Karten den Speicher erweitern.

Neben den Speichermitteln sind andere Ausstattungsmerkmale relevant, vor allem die Auflösung des CCD-Chips, der ja die Bilderfassung übernimmt. Dieser Baustein bietet bei der Canon MVX4i eine Auflösung von 4,3 Megapixeln, bei der JVC Everio 0,34 Megapixel und bei der Sony 1,07 Megapixel. Diese Zahlen zeigen bereits, dass man bei Einsatz der traditionellen Mini-DV-Speichermedien für sein Geld eine stärkere Ausstattung erwarten kann. Festplatten- sowie DVD-Speicher sind zwar nicht brandneu, aber immer noch eher ungewohnte Speichertechnologien – und leider nicht die billigsten.

Beim Blick auf die Auflösung sollte man bedenken, dass Videos meist auf Fernsehgeräten abgespielt werden, deren Auflösung nicht die beste ist. Und selbst eine Widescreen-HDTV-Auflösung mit 1080 Zeilen liegt nur knapp über zwei Millionen Pixeln. Größere Bildsensoren ermöglichen zwar eine bessere Konversion, sind aber für die wenigsten Anwendungsfälle nötig.

Ein weiteres entscheidendes Kriterium kann das optische Zoomobjektiv sein. Mit einem Digitalzoom wird nämlich nur ein Ausschnitt aus dem Bild vergrößert, wobei ein hochauflösender CCD-Chip wiederum von Vorteil ist, da er weniger Verlust an Qualität nötig macht. Das optische Zoom durch Linsen schafft bei der Canon eine zehnfache Vergrößerung, bei der JVC eine 25-fache und bei der Sony eine zwölffache. In diesem Punkt kann also JVC klar vor den Mitbewerbern punkten. Wer oft aus großer Entfernung filmt, ist mit diesem Gerät grundsätzlich nicht schlecht beraten.

Als Entscheidungshilfe können natürlich auch die Größe und das Gewicht dienen – schließlich muss man das Gerät längere Zeit auf dem Arm halten können. Wer auch Fotos machen möchte, sollte auf die vorgesehene Auflösung, mögliche Verschlusszeiten und ähnliche Digicam-Kriterien achten.

Beim Sondieren helfen die CNET-Testberichte zur JVC Everio GZ-MG20 und zur Sony Handycam DCR-DVD203, die durch Klicken auf den Namen des Produkts in der Tabelle erreicht werden. Dort werden auch die besonderen Speichertechnologien mit Vor- und Nachteilen diskutiert. Für die Canon MVX4i liegt derzeit noch kein Test vor.

Sucht man über Klick auf „Günstigsten Preis“ nach aktuellen Tagespreisen, erweist sich die Canon-Kamera als derzeit teurestes der drei Modelle. Man sollte sich aber nicht täuschen lassen: Mini-DV-Camcorder kosten bei gleicher Ausstattung weniger als Geräte mit anderen Speichertechnologien, bieten allerdings weniger Komfort. Die Preissuche bietet zum Glück auch die Möglichkeit, nach Aufnahmesystem zu sortieren.

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