Drei Konzepte: Smartphones im Preisvergleich

Wer von seinem neuen Handy PDA-Funktionen sowie Internet- und Mail-Zugriff erwartet, ohne gleich auf UMTS umzusteigen, findet in diesem Preisradar drei Smartphone-Typen vorgestellt: vom Telefon im Notebook-Format bis zum Handy mit umfassender Festplatte.

Angenommen, ein Anwender möchte noch nicht auf UMTS umsteigen, aber dennoch mobil Internet und Mailzugriff haben – über eine bestehende SIM-Karte. Eine kleine Tastatur wäre nicht schlecht, um auch einmal ein paar Sätze auf eine Mail zu antworten. Push-Mail, wie sie von RIMs Blackberry beeinflusste Profi-Geräte bieten, ist dagegen kein Muss. Welche Möglichkeiten hat er? Drei Smartphones stehen im Preisvergleich – drei aus mindestens hundert Geräten, die man nennen könnte.

Besonders schwer fällt die Wahl aus Nokias Produktpalette. Innovative, neue Modelle wie das E70 bieten eine Tastatur zum Aufklappen und funken sogar über WLAN, sodass man sie lokal preiswert für Voice over IP nutzen kann. Für den Preisvergleich wurde jedoch der traditionelle, wie ein Notebook aufklappbare Communicator ausgewählt. Als Modell Nokia 9300 (oder 9300i mit deutlich längerer Sprechzeit bei nur minimal mehr Gewicht) bildet er einen konzeptuellen Gegenentwurf zu den beiden anderen Smartphones.

Mit dem Sony Ericsson M600i steht ein interessanter Neuzugang in der Auswahl. Das Smartphone fällt nicht nur durch seine besondere Tastatur auf, es beherrscht trotz relativ kleinem Preis auch UMTS und ermöglicht also einen späteren Umstieg, ohne dass man sich an ein neues Gerät gewöhnen müsste.

Das Samsung SGH-I300 vertritt dagegen die Klasse der Smartphones ohne Zweifinger-Tastatur: Hier muss man mit dem üblichen Handy-Ziffernblock auskommen. Insofern ist der Nutzen gerade für Mails stark eingeschränkt. Das Samsung-Handy besticht dafür durch seine multimedialen Fähigkeiten und sein großes Archiv – dank einer eingebauten Festplatte mit 3 GByte Größe.

Gesprächszeiten und Displaygrößen

Nach Gewicht ist das Sony Ericsson klar führend: 112 Gramm sind rund 50 Gramm weniger als die beiden Konkurrenzmodelle. Trotzdem bietet es die längste Akkulaufzeit: Die Sprechzeit beträgt laut Hersteller 7:30 Stunden. Samsung nennt nur vier Stunden Gespächszeit. Bei den drei Stunden Laufzeit des Nokia 9300 muss man bedenken, dass die überarbeitete Neuauflage 9300i acht Stunden schafft.

Hinsichtlich des Bildschirms hat Nokia die Nase vorn: Bei 640 mal 200 Pixeln kann man vor dargestellten Websites tatsächlich ohne Scrollen etwas erkennen. Die anderen beiden Modelle bieten nur etwa die Hälfte, 320 mal 240 Pixel (im Fall des Samsung natürlich hochkant dargestellt).

Die Tastatur ist wie gesagt wohl der Kernpunkt der drei Handy-Konzepte: Nokias 9300 hat eine mit zwei bis vier Fingern gut bedienbare Tastatur, sogar im in Deutschland üblichen QWERTZ-Format. Das Sony Ericsson M600i scheint auf den ersten Blick nur mit Zehnertastatur ausgestattet. In Wirklichkeit handelt es sich aber um konkave Tasten, die sich kippen lassen. Jeder der Zehnertasten sind seitlich zwei Buchstaben zugeordnet: einer links, einer rechts. Laut Testbericht lässt sich sehr angenehm darauf schreiben. Nur beim Samsung SGH-I300 ist man tatsächlich auf eine Zehnertastatur und Krücken wie die Texterkennung T9 angewiesen, um Mails zu schreiben oder Kalendereinträge zu erstellen.

Die Tastatur sagt natürlich auch viel darüber aus, welche Zielgruppe sich der Hersteller für sein Produkt vorstellt. Das Nokia 9300 eignet sich natürlich am ehesten für geschäftliche Anwender und für alle, die die Smartphone-Funktionalität zum Arbeiten nutzen möchten. Unter anderem ist damit der Empfang von Faxen möglich. Die Smartphones von Samsung und Sony Ericsson bringen dafür weit ausgeprägtere Multimedia-Funktionalitäten mit.

Für weitere Vergleiche sind neben der folgenden Tabelle die CNET-Tests des Sony Ericsson M600i und des Nokia 9300 hilfreich.

CNET für mobile Geräte:
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