Das ursprüngliche Sonos Digital Music System beeindruckte durch solide Verarbeitung und intuitive Bedienung. Es gab jedoch einen kleinen Wermutstropfen: Man war gezwungen, statt eines eigenen den integrierten Verstärker des ZP100 zu verwenden. Echte Klangliebhaber hatten natürlich die Option, ihren eigenen Verstärker mit einem Kabel an den ZP100 anzuschließen, wodurch jedoch ein Großteil des Originalsystems ungenutzt blieb.

Beim ZP80 hat Sonos auf den integrierten Verstärker verzichtet und dafür einige Anschluss-Optionen wie einen Stereo-Phono-Ausgang und einen optischen Ausgang hinzugefügt. Über Standardverbindungen kann der ZP80 direkt an vorhandene Verstärker und Lautsprecher angeschlossen werden.

Wie bereits sein Vorgänger hebt sich auch der ZP80 angenehm von anderen, mitunter sehr komplizierten Music-Streaming-Systemen ab. Mit dem ZP80 lassen sich drahtlos Musiktitel und Internetradiosender vom Computer auf bis zu 32 verschiedene Verstärker- und Lautsprechereinrichtungen übertragen. Wie beim ZP100 ist die Konfiguration ein Kinderspiel und die Audioqualität hervorragend. Lediglich Apple kann in Bezug auf Anwenderfreundlichkeit und Verarbeitung mit den Sonos-Geräten annähernd mithalten.

Der ZP80 ist Teil des Sonos Digital Music System, das im Wesentlichen aus einer Reihe von drahtlosen Verstärkern besteht, den so genannten Zoneplayern. Jeder Zoneplayer muss an ein Paar Lautsprecher angeschlossen werden, und ein Zoneplayer muss über ein Ethernetkabel fest an einen Rechner angeschlossen sein.

Sofern bereits ein Heimnetzwerk besteht, kann der ZP80 mit einem bestehenden Ethernet-Hub verbunden werden. Danach kann von jedem Netzwerkrechner aus mit Hilfe der Paketsoftware Musik abgespielt werden. Zur Grundausstattung gehören mindestens zwei Zoneplayer und die Fernbedienung von Sonos. ZP80- und ZP100-Geräte lassen sich beliebig kombinieren.

Ein Schwachpunkt des Sonos-Systems ist jedoch, dass weder der ZP80 noch der ZP100 DRM-geschützte Musikformate unterstützt. Musiksammlungen von Itunes oder Napster können daher über den ZP80 nur mithilfe gewisser Tricks verwendet werden, indem man beispielsweise die gekauften Titel auf CD brennt, um sie dann mit Qualitätsverlusten in ein ungeschütztes Dateiformat umzuwandeln. Es bleibt jedem selbst überlassen, wen er für dieses Problem verantwortlich machen will – Sonos oder die Musikfirmen, die weiter an DRM festhalten.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Starkes Audiosystem für nicht geschützte Musik: Sonos ZP80

  • Am 18. Dezember 2007 um 08:55 von Dark Harry

    DRM?
    Ich halte es nicht fuer gerechtfertigt, es dem Geraet anzulasten, dass einige Musikfiles mit DRM "geschuetzt" sind. Wo kaemen wir denn da hin? Das ist das Problem des Musikanbieters.

  • Am 18. Dezember 2007 um 10:32 von Daniel Schraeder

    Sonos unterstützt Napster
    Hallo,

    vielen Dank für Ihren Kommentar. Von der Produkt-Front ist ein Update zu vermelden: Inzwischen unterstützt das Musiksystem von Sonos auch die Musikflatrate des Anbieters Napster.

    Für 10 Euro im Monat erhalten Nutzer unbeschränken Zugriff per Stream auf das Musikarchiv von Napster.

    Beste Grüße
    Daniel Schraeder, CNET.de

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