Die Coolpix L4 für circa 150 Euro ist die günstigste Vertreterin der L-Reihe der kompakten Nikon-Digitalkameras. Die L4 hat einen kleinen 4-Megapixel-Sensor, einen optischen 3fach-Zoom, eine Reihe von Motivprogrammen, aber nur wenige Highend-Einstellungen. Sie ist langsam und nicht besonders vielseitig, liefert aber für ihren Preis recht gute Bilder.

Design

Das silberne Kunststoffgehäuse der L4 ist kompakt, leicht und für eine so günstige Einsteigerkamera recht schick. Sie ist 36 Millimeter stark und damit etwas zu dick für die Hosentasche, wiegt aber inklusive einer SD-Karte und zwei Mignon-Batterien weniger als 170 Gramm, so dass man sie bequem mit sich herumtragen kann.

Die Bedienung ist einfach und direkt, wenn auch die versenkten Tasten nur mit kleineren Fingern bequem zu bedienen sind. An der Oberseite der Kamera befinden sich ein großer runder Auslöser und eine kleinere, rechteckige Ein-/Aus-Taste. Diese ist allerdings ein wenig langsam: So muss man sie mehrere Sekunden lang gedrückt halten, um die Kamera einzuschalten.

Die übrigen Bedienelemente befinden sich auf der Rückseite der Kamera. Eine kleine Zoom-Taste, ein Modusschieber für den Wechsel zwischen Automatikmodus, Motivassistent und Video sowie eine Vierwege-Steuerung mit OK-Taste und Tasten für Menü, Ansicht und Löschen sind neben dem 2-Zoll-LCD (51 Millimeter) der L4 angeordnet. Mit der Vierwege-Taste kann man im Menü der Kamera navigieren und Blitz, Timer und die Makromodi direkt aufrufen.

Funktionen

Wie die meisten Einsteiger-Digitalkameras der unteren Preisklasse ist auch die Nikon Coolpix L4 nicht mit allzu vielen Funktionen ausgestattet. Die ISO-Empfindlichkeit wird automatisch eingestellt, während Weißabgleich und Belichtungsausgleich immerhin bis zu einem gewissen Grad anpassbar sind. Der mageren Auswahl an manuellen Einstellungsmöglichkeiten steht eine großzügige Auswahl von 15 Motivprogrammen gegenüber, unter denen sich auch bei speziellen Belichtungssituationen wie beispielsweise in einem Museum oder mit Gegenlicht die richtige Option finden lässt.

Der Movie-Modus der Kamera mit 640 mal 480 Pixel kann leider nur 15 Bilder pro Sekunde und keinen Ton aufzeichnen. Wer einen voll funktionstüchtigen Movie-Modus sucht, sollte die große Schwester der L4 ausprobieren, die Nikon Coolpix L3, die VGA-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde und Ton aufzeichnen kann (unverbindliche Preisempfehlung der Coolpix L3: 229 Euro).

Die L4 verfügt über keine Bildstabilisation, erkennt aber potentiell verschwommene Bilder beim Aufnehmen anhand einer Reihe von Kameraeinstellungen wie beispielsweise die Verschlusszeit und fragt dann den Benutzer, ob das fragliche Bild gespeichert oder gelöscht werden soll.

Performance

Die L4 ist zwar ziemlich langsam, aber bei gutem Licht durchaus brauchbar. Es dauert ganze 4,5 Sekunden, bis die Kamera gestartet ist und das erste Bild aufnehmen kann, nachfolgende Bilder können dann im Abstand von 2,9 Sekunden aufgenommen werden. Bei aktiviertem Blitz verlängert sich diese Zeit auf 4,4 Sekunden. Die Auslöseverzögerung beträgt bei ausreichendem Licht 0,9 Sekunden, bei schlechten Lichtverhältnissen allerdings enttäuschende 2 Sekunden.

Bildqualität

Bei den Bildern der Coolpix L4 werden die Farben natürlich wiedergegeben, aber es gibt ein paar störende Probleme. An kontrastreichen Kanten sind ganz klar violette Farbsäume zu entdecken und einige feinere Details werden bei der Nachbearbeitung weichgezeichnet. Trotz dieser Fehler sind die Bilder aber zumeist scharf und rauschfrei.

Die Nikon Coolpix L4 ist nicht gerade die schnellste oder vielseitigste Kamera auf dem Markt, aber wegen der ordentlichen Bilder und dem günstigen Preis ist sie eine gute Wahl für preisbewusste Fotografen, die keinen Wert auf allzu viele Optionen legen.

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