Die Kamera passt mit den Abmessungen eines Ipod problemlos in jede Tasche und wiegt nur 150 Gramm. Sie bringt eine Hand voll nette Bildeinstellungen für Hobbyfotografen mit, während fortgeschrittene Fotografen einige Optionen vermissen dürften. Benutzer, die viele manuelle Steuermöglichkeiten wünschen, sollten eher der größeren Schwester der L60, der Samsung Digimax L85, den Vorzug geben.

Design

Die Bedienelemente der Samsung Digimax L60 entsprechen im Großen und Ganzen dem Standard: Die Ein-/Austaste und der Auslöser befinden sich auf der Oberseite, ein 61 Millimeter großes TFT-LCD und die weiteren Bedienelemente auf der Rückseite. Neben dem Bildschirm finden sich der Zoomschalter, eine Vierwege-Pfeiltaste mit einer OK-Taste in der Mitte sowie die Tasten für Modus, Effekt, Einstellung/Löschen und Anzeige/Drucken. Zwischen Zoomschalter und Vierwege-Pfeiltaste wurde die Öse für die Handschlaufe mit einer rutschfesten Ablagefläche für den Daumen untergebracht. Die Tasten für Effekte und Einstellungen bieten Zugriff auf die am häufigsten verwendeten Funktionen, ohne dass man sich durch das Menü quälen muss. Viele Benutzer werden auch den fehlenden optischen Sucher vermissen.

Funktionsumfang

Die Samsung Digimax L60 ist nicht gerade mit übermäßig vielen manuellen Bedienelementen gesegnet, aber sie verfügt über ausreichend Voreinstellungen und Funktionen zur Bildoptimierung, um anständige Fotos zu schießen. Die ISO-Empfindlichkeit der Kamera reicht von ISO 50 bis ISO 400. Es gibt einen Belichtungsausgleich in Schritten von 1/2 LW bis zu ±2 LW sowie sieben Einstellungen für den Weißabgleich für verschiedene Lichtverhältnisse. Neben dem standardmäßigen Auto- und Programm-Modus verfügt die L60 über 11 Szenenmodi für Porträt, Sonnenuntergänge und andere alltägliche Aufnahmesituationen. Den Aufnahmen können verschiedene Bildeffekte zugewiesen werden, darunter unterschiedliche Farbeeinstellungen und RGB-Werte. Die Kamera bietet außerdem eine Bildrahmen-Funktion sowie Einstellungen für die Bildkomposition und -gestaltung, wenn man seine Aufnahmen etwas aufpeppen möchte. Und zu guter Letzt kann die Digimax L60 mit einem VGA-Movie-Modus aufwarten, der MPEG-4-Videodateien mit einer Geschwindigkeit von 30 fps aufnimmt.

Leistung

Die L60 schlägt sich im Test recht wacker, vom sehr langsamen Serienbildmodus einmal abgesehen. Die Einschaltzeit der Kamera liegt bei nur 2,1 Sekunden und danach sind Fotos im Zeitabstand von 2 Sekunden möglich. Mit eingeschaltetem Blitz beträgt der Zeitabstand zwischen zwei Aufnahmen immerhin noch respektable 3 Sekunden. Die Auslöseverzögerung liegt mit nur 0,7 Sekunden bei kontrastreicher und 1,6 Sekunden bei kontrastarmer Beleuchtung im Standardbereich. Einzig die Serienbildfunktion ist eine Enttäuschung: Im Test knipst die Kamera 24 Fotos in 33 Sekunden, was einer äußerst bescheidenen Geschwindigkeit von 0,7 fps entspricht.

Bildqualität

Die Bildqualität ist selbst bei höheren ISO-Einstellungen gut. Die Farben sind neutral und es sind feine Details sichtbar. Einige Testfotos zeigen deutliche violette Farbsäume an kontrastreichen Kanten, aber das ist der einzige große sichtbare Makel. Dafür sind die Aufnahmen bei niedrigen ISO-Werten beinahe rauschfrei. Bei ISO 400 zeigt sich eine unauffällige, feine Körnung.

Die Samsung Digimax L60 ist eine solide Schnappschusskamera mit einer Hand voll Bildeinstellungen und einer guten Performance. Trotz einiger violetter Farbsäume präsentieren sich die Testaufnahmen kontrastreich, mit hohem Detailreichtum und fast rauschfrei. Leider ist der Serienbildmodus langsamer als bei den meisten anderen Kameras dieser Klasse, so dass sich dieses Modell nicht unbedingt für Sportaufnahmen eignet. Wer sich nicht an den gelegentlich auftretenden violetten Farbsäumen stört und nicht auf einen Serienbildmodus angewiesen ist, dürfte mit der Digimax L60 eine gute Wahl treffen.

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