Die Preise für DVD-Camcorder haben sich in den letzten Jahren nach unten entwickelt. Das Einstiegsmodell, das Hitachi 2006 auf den Markt brachte, der DZ-BX35E, ist jetzt für unter 500 Euro erhältlich. Das ist zwar noch immer mehr als man für vergleichbare Mini-DV-Einstiegsgeräte zahlen würde, aber für das zusätzliche Geld bekommt man seine Filme direkt in der Kamera auf DVD gebrannt, wobei allerdings bei bester Qualität auf einer Mini-DVD nur 18 Minuten Material Platz finden.

Design

Wie die meisten einfachen Camcorder bietet der Hitachi DZ-BX35E nur wenig spannende Funktionen – abgesehen von einem Objektiv mit 25-fachem optischen Zoom sowie einem CCD, dessen Auflösung unter einem Megapixel liegt. Aber immerhin ist er ein recht kompakter Camcorder – und mit einem Gewicht von nur 500 Gramm und einer Stärke von 51 Millimetern dünn und leicht genug, um überall hin mitgenommen zu werden.

Ebenfalls positiv fällt auf, dass das Gerät sich recht intuitiv bedienen lässt, und, wenn man im Auto-Modus arbeitet, auch ergonomisch gut konzipiert ist. Wenn man den Camcorder in der Hand hält, liegen das Auswahlrad mit dem Ein- und Ausschalter und die Aufnahmetaste genau unter dem rechten Daumen, während der Kippschalter für den Zoom und der Auslöser für Standfotos sich unter dem rechten Zeigefinger befinden. Bei einfachen Aufnahmen lässt sich die Kamera problemlos mit einer Hand bedienen, wobei die Tasten groß und leicht zu bedienen sind.

Wer allerdings bei der Aufnahme gerne die Einstellungen verändert, könnte auf Probleme stoßen. Wie auch andere DVD-Camcorder von Hitachi greift der DZ-BX35E beim Design auf den DZ-GX20E aus dem letzten Jahr zurück. Der Nachteil dabei liegt in den berührungsempfindlichen Tasten, die hinter dem 2,7 Zoll (69 Millimeter) großen Breitbild-LCD verborgen sind. Da diese glatt mit dem Gehäuse der Kamera abschließen, lassen sie sich nur schwer erfühlen und sind während der Aufnahme nur schwierig zu verwenden. Die meisten anderen Bedienelemente sind jedoch gut platziert. Auch in den Menüs findet man sich intuitiv zurecht.

Funktionsumfang

Dieser Camcorder fängt Bilder mit einem winzigen 680.000-Pixel-CCD ein. Das ist zwar recht typisch für preiswerte DVD-Modelle, aber ein größeres CCD wäre doch zu bevorzugen. Das Ergebnis sind eine nicht gerade herausragende Videoqualität (im Vergleich zu Mini-DV) und Standfotos, die nicht viel besser sind als die von Mobiltelefonen mit eingebauter Kamera. Die Bilder eignen sich höchstens für den Versand per E-Mail, aber nicht zum Ausdrucken.

Der BX35E zeichnet auf DVD-R-, DVD+/-RW- und DVD-RAM-Medien mit einem Durchmesser von 80 Millimetern auf. Die Kamera kann auch im 16:9-Breitbildformat aufnehmen, aber sobald man mit der Aufnahme auf DVD begonnen hat, kann das Format nicht mehr geändert werden. Das Objektiv mit dem 25-fachen Zoom ist durchaus geeignet, auch weit entfernte Objekte heranzuholen. Wer aber Wert auf unverwackelte Bilder legt, sollte in ein Stativ investieren, denn der Camcorder hat zwar ein elektronisches Bildstabilisierungssystem, tut sich aber schwer damit, die Auswirkungen zitternder Hände bei höheren Zoom-Faktoren auszugleichen.

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