Fast zu viel Auswahl: Tintenstrahldrucker im Preisvergleich

Eine überwältigende Modellvielfalt erschwert den Druckerkauf. Der Preisvergleich benennt die wichtigsten Kriterien beim Druckerkauf und empfiehlt drei solide Modelle.

Die Zahl der verfügbaren Druckermodelle ist überwältigend. Gleichzeitig kosten Tintenstrahldrucker selten über 300 Euro, was dazu geführt hat, dass sie zur Mitnehm-Ware geworden sind: Gekauft wird, was gerade zu einem scheinbar günstigen Preis im Elektromarkt steht. Die Mühe, technische Daten zu vergleichen, machen sich nur wenige Druckerkäufer.

Tatsächlich liefern heute fast alle Tintenstrahler Resultate, die zumindest auf den ersten Blick kaum von professionellen Druckerzeugnissen zu unterscheiden sind. Dies gilt besonders für Fotodruck auf spezialbeschichtetem Fotopapier. Schaut man aber genauer hin, bleiben Unterschiede im Detail nicht verborgen. Wer auf Fotodruck besonderen Wert legt, sollte auf die Zahl der separaten Farbkartuschen achten: Modelle mit sechs Farben (zumeist Zyan, Magenta, Gelb, helles Zyan, helles Magenta und Schwarz) bieten grundsätzlich bessere Nuancen als Drucker mit vier Farbkartuschen (Zyan, Magenta, Gelb und Schwarz).

Schwarze Farbe kann auch durch Mischen der drei Grundfarben Zyan, Magenta und Gelb entstehen. Gerade im Textdruck ist das gemischte Schwarz jedoch nicht so tief wie eine separate Tinte in dieser Farbe, und der Verbrauch steigt. Heute bringen deshalb alle außer den billigsten Druckermodellen eine schwarze Tintenkartusche mit.

Verbrauch geht vor Geschwindigkeit

Der Tintenverbrauch gehört zu den schwierigsten Vergleichskriterien, spielt aber in der Praxis eine große Rolle: Mehrkosten von 50 bis 100 Euro bei der Anschaffung amortisieren sich oft schon nach wenigen Monaten. Leider gibt es keine standardisierten Angaben für den Tintenverbrauch. Tests wie die bei CNET messen zwar den Verbrauch, beschränken sich aber auf wenige Modelle. Und Anwenderkommentare im Internet sind zwar informativ, beruhen aber meist nur auf Erfahrungen mit einem Modell, ohne einen echten Vergleich. Um zumindest die Preispolitik der Hersteller einschätzen zu können, sollte man deshalb die Kartuschengröße in Millilitern in Bezug zum Preis für diese Einheit setzen. Aktuelle Kartuschenpreise finden sich in der CNET-Kategorie Tinten-Patronen.

Hersteller und Wiederverkäufer bewerben Drucker häufig mit ihrer Geschwindigkeit. Der angegebene Wert von beispielsweise 13 oder 17 Seiten pro Minute bezieht sich aber auf das theoretische Maximum: So schnell kann der Drucker eine leere Seite erstellen – also ein leeres Blatt durchziehen. Auf ganzseitige Fotodrucke wartet man je nach Modell 5 bis 10 Minuten. Da man ohnehin gezwungen ist, die Zeit anderweitig zu nutzen, hat die Druckgeschwindigkeit in der Praxis für viele Endanwender nur geringe Relevanz.

An den PC werden die meisten Drucker über USB angeschlossen. Das erforderliche Kabel gehört selten zum Lieferumfang. Wer auf drahtlosen Komfort Wert legt, sollte einen Drucker mit Bluetooth-Schnittstelle wählen. Für das direkte Drucken von der Digicam, ohne PC, muss der Drucker den Pictbridge-Standard unterstützen. Manche Modelle kommen zudem mit integriertem Flashkartenlesegerät.

Unter den drei für untenstehende Tabelle ausgewählten Modellen findet sich mit dem Epson Stylus Photo R800 eines, das teurer als die anderen beiden ist. Der Preis rechtfertigt sich durch hohe Qualität und nuancierte Farben – unter anderem nutzt der R800 zwei Schwarz-Kartuschen. Der Epson-Drucker bietet aber etwa auch eine Firewire-Schnittstelle. Der Canon Pixma 6600D sowie der HP Deskjet 6940 sind günstige und zuverlässige Einsteigermodelle. Lediglich die hohe Leistungsaufnahme des HP-Druckers fällt unangenehm auf.

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